Film, Musik, Buch Großer Stoff, bewegend umgesetzt: „Exil“ erzählt Rassismus anders – die Kulturtipps der Woche

Film, Musik, Buch: Großer Stoff, bewegend umgesetzt: „Exil“ erzählt Rassismus anders – die Kulturtipps der Woche
© Christoph Soeder/ / Picture Alliance
Der Kinofilm „Exil“ zeigt, wie Verfolgungswahn das Leben eines Migranten zerstört – und das seiner Familie. Der Kulturcheck der stern-Redaktion.

Am Gartenzaun hängt eine tote Ratte, und für Xhafer ist sofort klar, wer die Täter waren. Das ­können nur die Kollegen aus der Chemiefabrik gewesen sein, in der er als Ingenieur arbeitet. Die mögen ihn sowieso nicht, die wollen ihn mobben, weil er aus dem Kosovo stammt, mit Akzent spricht und weil er nicht so blond und deutsch ist, wie sie es sind.

Einen Beweis dafür, dass die Kollegen ihn ausgrenzen wollen, hat Xhafer nicht. Es ist nur ein Gefühl. Aber dieses Gefühl ist stark, und es wird stärker von Tag zu Tag. So mächtig, dass es Xhafer schließlich den Job kostet und die Familie sprengt.

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