Ohne Titel, für Volkswagen, 1988
„Das Zerlegen war kein Novum, denn ich hatte Ende der sechziger Jahre schon den VW Käfer so fotografiert, und dies war der Nachfolger und sollte direkt daran anknüpfen. Dann kam die Anfrage, ob ich nicht den neuen elektrischen Golf so fotografieren könnte! Das fand ich aber nicht mehr so reizvoll, denn der hat ja viel weniger Teile jetzt. Das ist schon verrückt, wenn man sich überlegt, was in so einem Auto alles drinsteckt. Die ursprüngliche Idee, den Käfer zu zerlegen, hatte damals die Agentur. Was oft nicht mal Fotografen wissen, ist, dass es immer einen Bildwinkel gibt. Wenn Sie die Teile einfach so hinlegen, ergibt das kein Foto, das parallel zur Seite ist. Das heißt, dass Sie das Format hinten auf der Mattscheibe fixieren müssen. Dann kommt der Punkt im Studio, an dem Sie die Eckpunkte setzen müssen. Der Studioaufbau bei dem Bild ist trapezförmig, damit es später auf dem Foto rechteckig aussieht. Das berechnet man mit einer Rechenscheibe auf die Mattscheibe, markiert das, und los geht’s! Geholfen haben mir bei der Aktion zwei Techniker, einer von Volkswagen, der wusste, wo die Teile alle hinkommen, und mein Assistent. Das war ein Riesenstudio, ein Filmstudio in Bendestorf in der Heide, das jetzt ein Museum ist.“
© Hans Hansen, Collection Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg