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Kunstsensation im Prado-Museum Mona Lisa hat eine Zwillingsschwester


Unglaublich, aber wahr: Unter einer Schicht schwarzer Farbe entdeckten die Restaurateure des Madrider Prado-Museums eine perfekte Kopie der Mona Lisa. Die Zwillingsschwester des Originals von Leonardo da Vinci ist offenbar zeitgleich und am gleichen Ort entstanden.

Im Madrider Prado-Museum ist eine "Zwillingsschwester" der berühmten "Mona Lisa" entdeckt worden. Wie die spanische Nachrichtenagentur EFE am Mittwoch berichtete, handelt es sich dabei um eine Kopie des weltbekannten Bildes, die gleichzeitig mit dem Original in der Werkstatt von Leonardo da Vinci gemalt wurde.

Das Bild habe an einer Wand in der Madrider Pinakothek gehangen, sein Wert sei aber bislang nicht erkannt worden. Erst jetzt sei bei Restaurierungsarbeiten festgestellt worden, dass das Werk parallel zum Original entstanden sei. Der Maler sei wahrscheinlich Andrea Salai oder Francesco Melzi, die zu den bedeutendsten Schülern da Vincis gehörten. Die "Mona Lisa des Prado", wie das Gemälde genannt worden sei, habe man bislang der flämischen Schule zugeordnet gehabt. Bei der Restaurierung sei festgestellt worden, dass dies ein Irrtum gewesen sei.

Werke sind offenbar gleichzeitig entstanden

Bei den Arbeiten am Bild sei festgestellt worden, dass der schwarze Hintergrund der Kopie erst nachträglich aufgetragen worden sei. Darunter entdeckten die Prado-Experten die Darstellung einer italienischen Landschaft, wie sie auch auf dem Original zu sehen ist. Die Kopie habe fast dieselben Maße wie das Original und sei ebenfalls Anfang des 16. Jahrhunderts entstanden.

Mit Hilfe von Infrarotstrahlen sei festgestellt worden, dass der Maler bei seiner Arbeit an dem Bild dieselben Korrekturen vorgenommen habe wie da Vinci am Original. Dies zeige, dass beide Werke simultan entstanden seien. Die Kopie sei besser erhalten als das Original. Ihre Entdeckung werde es den Kunstexperten ermöglichen, neue Einzelheiten über die Entstehung des Originals zu gewinnen. Sowohl das Prado-Museum als auch der Louvre, in dem sich das Original befindet, hätten den Ursprung der Kopie bestätigt, berichtete die Agentur unter Berufung auf die Madrider Pinakothek. Die Kopie soll am 21. Februar offiziell vorgestellt werden.

mlr/DPA DPA

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