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"This Prison Where I Live" neu im Kino: Mittermeier im Feindesland der Comedy

Michael Mittermeiers Doku-Film "This Prison Where I Live"handelt vom bekanntesten Comedian Birmas, Maung Thura - bekannt unter dem Künstlernamen Zarganar. Doch der sitzt im Gefängnis - weil er Witze über das Regime seines Landes gemacht hat.

Mit heimlichen Drehs in Birma hat der Komiker Michael Mittermeier Filmmaterial beschafft, das auf das Schicksal eines inhaftierten Comedy-Kollegen aufmerksam machen soll. Die verdeckten Recherchen in dem Land am Indischen Ozean ermöglichten den Kinofilm "This Prison Where I Live" (Dies Gefängnis, in dem ich lebe).

Mittermeier und das Team waren bei dem Dreh des Dokumentarfilms großer Gefahr ausgesetzt, wie der Comedian der Nachrichtenagentur dpa sagte. "Wir wurden relativ früh vom Geheimdienst aufgespürt."

"This Prison Where I Live" dreht sich um den bekanntesten Comedian Birmas, Maung Thura - bekannt unter dem Künstlernamen Zarganar, der Pinzette bedeutet. Der 1961 geborene Künstler muss laut Mittermeier eine jahrzehntelange Gefängnisstrafe absitzen. "Das Regime hat Angst vor seinem Wort, Angst vor seinen Witzen."

Die Arbeiten für den Film seien eskaliert, als das Team an Zarganars Gefängnis drehte. Es habe eine wilde Verfolgungsjagd gegeben, der Fahrer der Filmcrew sei inzwischen ins Exil geflohen.

Mittermeier sagte zu seiner Motivation, dass er sich als deutscher Comedian zu diesem Film verpflichtet fühlte: "Wir gehen auf Bühnen, machen das Maul auf - aber uns kann nichts passieren, weil wir in Freiheit leben." Die Lage in Birma sei erschreckend. Mögliche Informanten des Filmteams seien vom Geheimdienst eingeschüchtert worden. "Im Moment ist der Widerstand des Landes, der Menschen, komplett gebrochen", berichtete Mittermeier und forderte: "Hilfe von außen und Druck auf das Regime, Druck auf China. China stützt das Militärregime."

DPA / DPA