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Band Aid: Ärger um Adeles Abwesenheit

Wenn Bob Geldof zur Rettung der Welt ruft, kommen gewöhnlich alle Popstars gelaufen. Nicht so Adele. Die Britin hat keine Lust - sehr zum Ärger von Sir Bob.

Die britische Sängerin Adele

Die britische Sängerin Adele

Seinen Ruf als Heiliger der Rockmusik hat sich der irische Musiker Bob Geldof 1984 verdient, als er das Projekt Band Aid ins Leben rief und mit dem Song "Do They Know it's Christmas" so wie dem Konzertprojekt Live Aid geschätzte 150 Millionen Dollar zur Bekämpfung des Hungers in Afrika einspielte. 30 Jahre später will Geldof die Aktion wiederholen und damit den Kampf gegen Ebola unterstützen.

Sein Ruf blieb nicht ungehört: Zahlreiche internationale Stars sagten zu, darunter U2-Sänger Bono, Coldplay-Frontmann Chris Martin, die Boy-Group One Direction, und Schmuseklampfer Ed Sheeran.

Geldof wollte auch Popsängerin Adele dazu bewegen, mitzumachen. Ohne Erfolg: "Sie geht nicht ans Telefon, sie schreibt nicht. Sie nimmt nichts auf. Sie möchte von niemandem gestört werden", lästerte der Musiker. Und schob noch hinterher: "Sie hat eine Familie großzuziehen, ist doch klar." Ganz so, als müsse jeder Star Kind und Kegel liegenlassen, sobald Sir Bob ruft.

Doch Adele hat möglicherweise wirklich besseres zu tun als vor allem das gewaltige Ego von Geldof, Bono und Co. zu bedienen.

Dabei kann man auch anders helfen, auf eine stillere, selbstlose Art. Adele machte es vor: Sie spendete für Oxfam, wie der "Daily Telegraph" berichtet. Und machte damit genau das, was Millionen Normalbürger auch tun: Anderen helfen, ohne dabei selbst im Rampenlicht zu stehen.

che
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