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Wieder in den Charts "Die Ärzte" wollen "Schrei nach Liebe"-Einnahmen spenden

"Aktion Arschloch" will den "Ärzte"-Klassiker "Schrei nach Liebe" wieder in den Charts sehen und ruft dazu auf, den Song zu streamen, zu kaufen und runterzuladen. Den Erlös wollen "Die Ärzte" spenden.

Der Song "Schrei nach Liebe" von den "Ärzten" gilt als Hymne gegen Rechtsextremismus. Als Zeichen gegen Fremdenhass will die "Aktion Arschloch" den Hit aus dem Jahr 1993 wieder in die Charts bringen und ruft dazu auf, es bei iTunes und Co. zu kaufen, bei Streaming-Diensten zu hören und im Radio zu bestellen. Und "Die Ärzte" finden die Aktion einfach großartig. Auf ihrer Website schreibt die Band: "Die Ärzte finden es gut und wichtig, dass im Radio Stellung bezogen wird. Die Aktion wäre auch mit jedem anderen Anti-Nazi-Song cool. Wenn es unser Lied sein soll, unterstützen wir das aber natürlich gern." 

Und um ihrerseits ein Zeichen gegen Nazis zu setzen, wollen Bela, Farin und Rod die Einnahmen aus den neuen Verkäufen spenden. "Wir wollen an dieser Sache definitiv nichts verdienen und werden alle Einnahmen von "Schrei nach Liebe" (auch aus der GEMA) an Pro Asyl spenden", verkünden sie. Mit gewohntem Ärzte-Humor endet die Mitteilung mit den Worten: "Wir wünschen allen Nazis und ihren Sympathisanten schlechte Unterhaltung."

Der Aufruf hat immerhin bisher dazu geführt, dass der 22 Jahre alte Ärzte-Hit es bereits wieder auf Platz 32 der Google Play Music Charts geschafft hat.

Zur Karriere von den "Ärzten"

Gegründet wurde die Band 1982. Den Bandnamen wählten die Punk-Rocker eigenen Angaben zufolge aus keinem bestimmten Grund. Aber es kursieren verschiedene Theorien über die Namensherkunft. Eine der populärsten Versionen ist, dass Bela B. stets eine Band mit dem Anfangsbuchstaben Ä vermisst hatte.

Den ersten größeren Erfolg feiert die Band mit dem Album"Debil". Die Platte gilt heute als ihr Durchbruchsalbum.

1988 löste sich die Band auf. Doch die Gerüchte um eine mögliche Trennung heizten die Plattenverkäufe nur an. Der Song "Westerland" wurde zu einem großen kommerziellen Erfolg.

1993 beschlossen Bela B. und Farin Urlaub zusammen mit Rodrigo González die Neugründung der Band. "Die Bestie in Menschengestalt" hieß das erste Album der wiedervereinten Band. Die erste Singleauskopplung "Schrei nach Liebe" wendete sich gegen den Rechtsextremismus in Deutschland auf.

ivi

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