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"Neo Magazin Royale": Jan Böhmermann attackiert den Echo mit fünf Affen

Anlässlich der Echo-Verleihung hat sich Jan Böhmermann mit dem deutschen Pop beschäftigt - und anstelle von gefühlvollem Pop kühles Geschäftsgebaren gefunden. Mithilfe von fünf Affen zeigt er, wie einfach man einen Hit schreiben kann.

Jan Böhmermann

Jan Böhmermannn rechnet mit der neuen deutschen Popmusik ab

Der Echo gilt als Deutschlands wichtigster Musikpreis. Die bevorstehende Preisverleihung hat sich Jan Böhmerman nun zum Anlass genommen, um die hiesige Musiklandschaft genauer unter die Lupe zu nehmen. Das führte zu einer gnadenlosen Abrechnung mit dem neuen deutschen Pop. Doch der Satiriker belässt es nicht bei seiner Kritik, er demonstriert am Ende, wie einfach ein Hit zu erstellen ist.

Zunächst knöpft er sich den zweifach für den Echo nominierten Max Giesinger vor. Der schwafelt in Interviews davon, keine Fake-Storys zu erzählen ("Da bin ich nicht der Typ für") und alle seine Songs selbst zu schreiben. Allenfalls ein Kumpel greife ihm dabei unter die Arme.

Max Giesinger und die Hitlieferanten

Doch mit einfachem Blick ins Booklet der CD entlarvt Böhmermann das als Lüge: Giesingers größter Hit "80 Millionen" schrieben Martin Fliegenschmidt, David Jürgens und Ali Zuckowski. Die sind aber alles andere als exklusive Buddys von Max Giesinger - sie haben ihre Hände in zahllosen deutschsprachigen Hits verschiedenster Interpreten.

Böhmermann hat nicht nur mit Giesinger Probleme. Der ganze neue deutsche Pop von Sängern wie Tim Bendzko, Kerstin Ott, Philipp Poisel oder eben Giesinger - das sei nichts anderes als das Revival des Schlagers unter falscher Flagge: "Gefühle abklappern, Trost spenden, Tiefe vorgaukeln, Millionen verdienen und dabei immer schön unpolitisch und abwaschbar bleiben." Das erinnere ihn an die Nachkriegszeit, als Musiker mit seichter Unterhaltung vom verlorenen Krieg ablenken wollten.

Schamloses Product Placement

Wie weit der deutsche Pop schon zur Industrie-Musik verkommen ist, das demonstrierte Böhmermann anhand einiger eklatanter Fälle von Schleichwerbung in Musikvideos von Frida Gold, Glasperlenspiel oder Gestört aber GeiL. Die präsentieren in ihren Clips schamlos Produkte - vom Mercedes bis zum Keksriegel - und verkaufen die Filmchen dennoch als Kunst. Sogar ein extrem uncooles Gerät wie ein AEG-Staubsauger hat es in ein Video geschafft. Dagegen, so Böhmermann, seien Youtuber wie Bibi Heinicke, Sami Slimani und Dagi Bee "integer wie der Papst". Denn die erwähnten wenigstens, dass sie gesponsert würden.

Am Ende der mehr als 20-minütigen Abrechnung geht Satiriker aber noch einen entscheidenden Schritt weiter. Er will zeigen, wie zutreffend seine Kritik ist. Dafür führt er zunächst Einwände an, die Max Giesinger gegen seinen Beitrag hervorbringen könnte. Der Musiker werde vielleicht abstreiten, dass die neue deutsche Popmusik nur "aus weichgespülten Wohlfühlliedern mit belanglosen Schleichwerbe-Stockfootage-Musikvideos" bestehe, in denen nur über Menschen, Leben, Tanzen und Welt gesungen werde. Vielleicht denke er, seine Texte klingen nicht wie zehn Jahre alte Werbebotschaften, Tweets von Bibi und Sami Slimani oder Kalendersprüche, die von einer Gruppe Schimpansen zusammengestellt wurden.

Jan Böhmermann will den Echo für die Affen

Mit seinem Song "Menschen Leben Tanzen Welt" tritt Böhmermann an, genau das zu beweisen: Der Text ist tatsächlich von fünf Schimpansen aus den oben beschriebenen Vorlagen zusammengestellt worden. Er möchte mit dem Song in die Charts gelangen. Das Ziel ist die Preisverleihung im kommenden Jahr: Der Song soll den Echo 2018 bekommen. Tatsächlich wurden mehrere Urheber mit tierischen Namen bei der Gema angemeldet: Bono Beau, Olaf Utan und Jim Pandzko.

Wie es aussieht, könnte der Plan aufgehen. Zumindest hat es der Song innerhalb weniger Stunden in die Top 20 der iTunes-Charts geschafft. Bei den Amazon-Downloads rangiert der Song aktuell sogar auf Platz 2. Sieht ganz nach einem tierischer Erfolg aus.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.