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Musical "Hinterm Horizon": Tränen der Rührung bei der Premiere

Die Mauer durch Berlin verlief nur wenige Meter entfernt vom Theater am Potsdamer Platz. Nun läuft dort das Musical "Hinterm Horizont" mit der Musik von Udo Lindenberg. Rücksichten auf politische Empfindlichkeiten in Ost und West gibt es nicht.

Zum Schluss liegen sich der echte und der Musical- Udo in den Armen. Ein älterer Panik-Rocker und ein junger Schauspieler und Sänger, beide mit Hut, langen Haaren und Sonnenbrille. Und beide sehr gerührt.

Nicht nur auf der Bühne, auch im Zuschauerraum floss die eine oder andere Träne bei "Hinterm Horizont", dem Musical mit den Liedern von Udo Lindenberg. "Gitarren statt Knarren", der alte Spruch Udo Lindenbergs aus den 80er Jahren, leuchtete bei der Premiere einmal groß auf der Bühne im Theater am Potsdamer Platz in Berlin auf. Das Motto des Stücks hätte aber auch heißen können: Lindenberg, die Liebe und die Mauer.

Unter den Premierengästen waren neben zahlreichen Prominenten aus der Filmszene auch führende Politiker der Zeit der Wiedervereinigung. Nachdem Lindenberg mit einem goldenen Trabi auf dem roten Teppich vorfuhr, posierte er zusammen mit dem früheren westdeutschen Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) und dem letzten DDR- Ministerpräsidenten Lothar de Maizière (CDU) für die Kameras. Genscher, der extra wegen des Musical-Themas zur Premiere kam, meinte: "Udo, das ist ein toller Kerl." Der Linke- Fraktionsvorsitzende Gregor Gysi erinnerte sich: "Der Sonderzug nach Pankow war ein einzigartiger Hit in der DDR."

Unter den Gästen waren auch die Schauspieler Otto Sander, Joachim Król und Peter Lohmeyer, der mit seiner Frau, der Köchin Sarah Wiener, erschien. Der Boxer Axel Schulz sagte über das Musical und seine Ehe mit einer Frau aus Westdeutschland: "Das ist unsere Geschichte heute."

"Hinterm Horizont" erzählt die Liebesgeschichte zwischen dem jungen Rocksänger Udo aus Hamburg und Jessy, einem "Mädchen aus Ostberlin", angelehnt an Lindenbergs Lied aus den 70er Jahren. Bei Udo und Jessy verhindert die Grenze zwischen Ost und West das geplante Leben, auch Stasi-Chef Mielke und seine Leute bedrängen Jessy, ihr Vater pocht auf die sozialistische Ehre ("Wir haben unser Blauhemd noch mit Stolz getragen"), ihr Bruder flieht und sie muss schließlich eine schwere Entscheidung treffen.

Der Mauerbau vor knapp 50 Jahren, dargestellt mit Originalfilmaufnahmen von Stacheldraht und Panzern, der Fall der Mauer vor 21 Jahren und die Gegenwart ergeben den zeitlichen Rahmen. Neben der politischen Geschichte des geteilten Deutschland präsentiert das Stück auch eine musikalisch-historische Abhandlung: Lindenbergs Lieder über mehr als drei Jahrzehnte, von den rockigen Anfangsstücken bis zu sanften Balladen - "Boogie-Woogie-Mädchen", "Odyssee","Verbotene Stadt", "Hinterm Horizont", "Sonderzug nach Pankow", "Was hat die Zeit mit uns gemacht" oder "Andrea Doria".

Die fast drei Stunden dauernde Geschichte ist natürlich - wie von Musicals nach Abba oder Queen-Liedern bekannt - stark konstruiert. Die vielen Szenen und Tanzeinlagen boten dem Drehbuchteam um Autor Thomas Brussig ("Sonnenallee") dafür aber zahlreiche Möglichkeiten, Details der 80er Jahre und besonders des Lebens in der DDR freundlich-satirisch zu illustrieren: Dauerwellenfrisuren, Trainingsanzüge, FDJ-Tanzkurse, Ost-Jeans und ein Stasi-Casting, um dem West-Sänger Udo eine Ost-Konkurrenz entgegenzusetzen.

Dabei analysiert die Stasi aber zuerst einen Konzertauftritt des Original-Udo mit zappelnden Bewegungen und geschleudertem Mikrofon. Sächselndes Fazit der Wissenschaftlerin: "Der Körper macht, was er will. Einer sozialistischen Persönlichkeit ist ein solches Verhalten zutiefst wesensfremd." Ein junger Fan nähert sich dem Phänomen Lindenberg bei der Frage: "Was ist ein Star?" pragmatischer: "Bei Udo war das eine Sache von einer halben Flasche Wodka vor dem ersten Auftritt."

Nuschelnd, tanzend und singend gelingt es dem jungen Darsteller Serkan Kaya recht gut, den großen - in Wirklichkeit eher kleinen - Lindenberg auf der Bühne darzustellen. Noch überzeugender wirken allerdings Josephin Busch und Anika Mauer als die junge und die ältere Jessy, weil sie nicht ständig an einem real existierenden Vorbild gemessen werden.

Einige Gags enden als üble Kalauer ("Da, wo einst die Leber war, steht jetzt eine Minibar"), aber manche Dialoge bieten durchaus Witz a la Brussig oder Lindenberg. Als die Stasi-Offiziere fassungslos einen täuschend ähnlichen Udo-Imitator begutachten, kontert der: "Bin ich hier auf einem Steifftier-Kongress?" Und nach ihrer gemeinsamen Nacht in Moskau sagt Udo auf der Flucht vor dem KGB zu Jessy: "Wenn der Kommunismus so schön wäre wie du, hätte er eine Chance." Eine Einschätzung, die im Zuschauerraum auch angesichts der aktuellen Debatte der Linkspartei für Heiterkeit sorgte.

Andreas Rabenstein, DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(