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Rundfunkbeitrag Milliarden-Mehreinnahmen gehen nicht an ARD und ZDF


Der seit 2013 erhobene Rundfunkbeitrag bringt den Sendern offenbar deutlich mehr Geld als gedacht. Die Milliarden sollen jedoch nicht ARD und ZDF zugute kommen - sondern auf ein Sperrkonto fließen.

Trotz der immer kräftiger sprudelnden Mehreinnahmen beim Rundfunkbeitrag können sich ARD und ZDF vorerst keine Hoffnungen auf zusätzliches Geld machen. Die Finanzkommission KEF verwies am Mittwoch darauf, dass mögliche weitere Millionen nicht den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zugutekommen.

"Mehreinnahmen kommen auf ein Sperrkonto", sagte der Geschäftsführer der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF), Horst Wegner, in Mainz. Diese Mehreinnahmen könnten für 2013 bis 2016 bei 1,5 statt 1,2 Milliarden Euro liegen: Die Prognose werde voraussichtlich übertroffen, sagte Wegner. "Das könnte die Zahl sein." Die "Bild"-Zeitung hatte am Dienstag über 1,5 Milliarden Euro berichtet.

Die Unions-Bundestagsfraktion verlangt eine weitere Senkung des Beitrags. Beschlossene Sache ist, dass die Abgabe ab April um 48 Cent auf 17,50 Euro pro Monat sinkt. Mehr wollten die Länder bisher nicht, um später eine Erhöhung zu vermeiden.

Der Privatsender-Verband VPRT forderte eine rasche Werbereduzierung bei den Öffentlich-Rechtlichen. Sie ist bereits im Gespräch. Der Beitrag wird seit 2013 pro Wohnung und nicht mehr nach Geräten erhoben. Laut der bisherigen Prognose konnten die Sender für 2013 bis 2016 mit 31,8 Milliarden Euro rechnen, dies ist nun offensichtlich deutlich mehr geworden.

kis/DPA DPA

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