Im August 2022 wurde Schriftsteller Salman Rushdie (78) Opfer eines fürchterlichen Angriffes. Ein islamistisch motivierter Attentäter stach auf der Bühne einer Veranstaltung im Bundesstaat New York mehrfach auf ihn ein, Rushdie verlor unter anderem sein rechtes Auge. Der bekannte Filmemacher Alex Gibney ("Zero Days", 72) hat über die Zeit nach diesem heimtückischen Mordanschlag nun den Dokumentarfilm "Knife: The Attempted Murder of Salman Rushdie" gedreht. Zu sehen sind darin erschütternde Szenen.
Salman Rushdie überlebte nur knapp
"Wir wussten wirklich nicht, ob wir das überstehen würden", verriet Rushdie vor der Sundance-Premiere des Dokumentarfilms dem US-Branchenmagazin "The Hollywood Reporter". "Ich kam in den Raum mit all diesen Maschinen", erinnert sich Rushdies Ehefrau, die Schriftstellerin und Dichterin Rachel Eliza Griffiths (47), zurück. "Es war eiskalt, und dort stand ein riesiger blauer Ventilator. Ich dachte: 'Solche Menschen stehen nicht mehr aus dem Bett auf.'"
Seiner heutigen Ehefrau gab Rushdie nur zehn Monate vor der Attacke das Jawort. "Ohne sie wäre ich nicht hier", sagt er heute über die Zeit seiner Rekonvaleszenz, in der sich Griffiths nicht nur um ihn gekümmert habe, sondern ihm auch einen Lebenssinn gegeben habe.
Weltpremiere auf dem Sundance Film Festival
Mit der Publikation seines autobiografischen Werkes "Knife. Gedanken nach einem Mordversuch" im Jahr 2024 hatte Rushdie nach eigener Aussage eigentlich mit der Geschichte abgeschlossen - bis der Dokumentarfilmer Gibney auf das Ehepaar zutrat und vorschlug, die Menschen sehen zu lassen, was der Autor wirklich durchgemacht hat. Rushdies Ehefrau versorgte Gibney zu diesem Zweck mit privaten Smartphone-Aufnahmen, die teilweise in den ersten Momenten seiner Behandlung im Krankenhaus entstanden sind.
"Knife: The Attempted Murder of Salman Rushdie" feiert seine Weltpremiere beim diesjährigen Sundance Film Festival, das ab dem 22. Januar in Park City und Salt Lake City, Utah, stattfinden wird. "Knife" wird dort am 25. Januar gezeigt.