An MS erkrankte Jamie-Lynn Sigler In "Grey's Anatomy" als Ärztin mit MS

Jamie-Lynn Sigler wurde einst durch die Mafiaserie "Die Sopranos" bekannt.
Jamie-Lynn Sigler wurde einst durch die Mafiaserie "Die Sopranos" bekannt.
© imago images/Cover-Images/Dave Allocca/Starpix/INSTARimages
Befreiungsschlag für Jamie-Lynn Sigler: In der Serie "Grey's Anatomy" trat die an MS erkrankte Schauspielerin nun als Ärztin mit MS auf.

Für Jamie-Lynn Sigler (44) fühlte sich dieser Moment wohl an, als wäre er vom Schicksal bestimmt. In einer am 15. Januar in den USA ausgestrahlten Folge von "Grey's Anatomy" verkörpert die Schauspielerin Dr. Laura Kaplan - eine angesehene Urologin, die wie Sigler selbst an Multipler Sklerose erkrankt ist. Es ist das erste Mal in ihrer Karriere, dass die 44-Jährige eine Figur spielt, die offen mit der Erkrankung lebt.

Die Rolle wurde eigens für Sigler geschrieben, bei der die Autoimmunerkrankung vor mehr als zwei Jahrzehnten diagnostiziert worden war. Als die Macher der Serie auf sie zukamen, hatte sie nur eine Bedingung: "Ich möchte jemanden zeigen, der stark ist", verriet sie dem US-"People"-Magazin. "Und sie haben wirklich geliefert. Die Figur ist eine so schöne Repräsentation für die MS-Community."

Jahrelang versteckte sie ihre Erkrankung

Besonders wichtig war Sigler dabei, dass die Erkrankung ihrer Figur nicht im Mittelpunkt steht. "In den ersten Szenen wissen wir nicht, dass sie MS hat. Wir sprechen nicht darüber", betonte sie. "Das ist eine sehr wichtige Repräsentation. Es ist nichts, was definiert, wer man ist. Es ist nichts, das in jedem Gespräch zur Sprache kommen muss."

Für die Schauspielerin, die jahrelang ihre eigene Erkrankung aus Angst vor beruflichen Konsequenzen verbarg, bedeutete die Rolle eine Befreiung. "Endlich in einer Szene so zu laufen, wie ich in Wirklichkeit laufe, und nicht das Gefühl zu haben, irgendetwas an meiner Körperlichkeit verstecken zu müssen, hat mir erlaubt, meine beste Arbeit abzuliefern", gestand sie.

Christina Applegate half ihr, offen zu sein

Mittlerweile geht Sigler nach eigener Aussage bei jedem neuen Projekt offen mit ihrer MS-Erkrankung um. "Bei jedem Job, für den ich vorspreche, spreche ich mit dem Regisseur und sage: 'So gehe ich, so bewege ich mich. Wenn das etwas ist, womit du nicht einverstanden bist, verstehe ich das total, aber ich bin fertig damit, mich zu verstecken oder zu versuchen, zu ändern, wer ich bin.'"

Dieses neue Selbstbewusstsein verdankt sie zu einem großen Teil ihrer Freundin Christina Applegate (54), die ebenfalls an MS erkrankt ist und mit der sie den Podcast "MeSsy" betreibt. "Ich dachte, ich lebte ehrlich damit - bis ich Christina traf", so Sigler. "Sie hat mich förmlich von einer Klippe gestoßen, was das Rohe, Verletzliche und völlig Schamlose angeht. Ich bin ihr für immer dankbar."

Ob Fans von "Grey's Anatomy" Siglers Dr. Kaplan indes in Zukunft öfter sehen werden, steht derzeit noch in den Sternen. Ihre Episodenrolle wurde zunächst lediglich als Gastauftritt angekündigt, doch steht die Tür für eine Rückkehr in der Zukunft offen.

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