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Dresden Semperopernball: Höppner springt für Rakers ein – Ballchef macht Rückzieher

Moderatorin Mareile Höppner sitzt auf einer Treppe in der Dresdner Semperoper
Brisant-Moderatorin Mareille Höppner bei ihrem Semperopernball-Debüt 2016. Damals führte sie an der Seite von Guido Maria Kretschmer durchs Programm. 
© Frederic Kern / Geisler-Fotopress / Picture Alliance
Nachdem Judith Rakers ihren Job als Moderatorin des Semperopernballs aus Protest abgesagt hat, übernimmt ARD-Kollegin Mareile Höppner am 7. Februar das Mikrofon. Unterdessen distanzierte sich Ballchef Frey von der umstrittenen Preisverleihung.

Nach der Absage von Judith Rakers führt Moderatorin Mareile Höppner durch das Programm des Semperopernballs am 7. Februar in Dresden. "Sie ist eine wunderbare Gastgeberin für den Jubiläumsball und wir freuen uns sehr auf die neuerliche Zusammenarbeit", teilte Ballvereins-Chef Hans-Joachim Frey bereits am Donnerstag mit. Höppner hatte den Ball bereits 2016 an der Seite von Designer Guido Maria Kretschmer moderiert. "Es gab in diesem Jahr viel Trubel um den Opernball. Daraus haben alle ihre Lehren gezogen, Haltung gezeigt und das war wichtig", teilte Höppner mit.

Rakers lässt Vertrag auflösen, Kaiser auf der Bühne

Die umstrittene Verleihung des St. Georgs Ordens des Semperopernballs an Ägyptens Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi hatte in den vergangenen Tagen für Kritik und Proteste gesorgt. Der frühere General und Armeechef geht hart gegen Oppositionelle und Kritiker vor, Meinungs- und Versammlungsfreiheit sind stark eingeschränkt. Erst als Moderatorin Rakers damit drohte, hinzuschmeißen, reagierte Ballchef Frey. "Wir möchten uns für diese Preisverleihung entschuldigen und davon distanzieren." Die Verleihung sei ein Fehler gewesen, räumte der 54-Jährige ein. Den mit 8.000 Euro dotierten Orden darf Preisträger al-Sisi aber behalten.

Am Mittwochabend hatte Judith Rakers in einem Tweet erklärt, den Ball nicht wie geplant moderieren zu wollen. Sie habe den Ballverein bereits am Montag um die Auflösung ihres Moderationsvertrages gebeten, so die Hamburgerin.

Auch ihr Co-Moderator, Schlagersänger Roland Kaiser, kritisierte die Wahl des Preisträgers öffentlich. Im Gegensatz zu Rakers will der 67-Jährige aber am 7. Februar auf der Bühne stehen – nun eben an der Seite von Mareile Höppner. Der MDR überträgt die 15. Auflage des Balls in dem berühmten Opernhaus an der Elbe live.

js DPA

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