HOME

"Das Supertalent 2011": Mischlingshund schlägt Stangentanz

Von wegen Evolution: Ein kleiner Mischlingshund wurde zum Star der neusten "Supertalent"-Folge am Samstagabend. Gegen seine Sprungkünste zogen selbst zwei ansehnliche Stangentänzerinnen den Kürzeren.

Die jüngste Sendung der RTL-Show "Das Supertalent" hat in der Gunst des TV-Publikums gut, wenn auch nicht mehr so gut wie früher abgeschnitten. Die Zuschauerquote lag am Samstagabend bei 3,59 Millionen in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Damit erreichte die Sendung einen Marktanteil von 29,9 Prozent. Offenbar hat das zeitgleich laufende Turmspringen von Stefan Raab dem Supertalent Zuschauer abgeknöpft.

An den Kandidaten kann es nicht gelegen haben. Wie immer präsentierten Bohlen und Co. einen Mix aus skurrilen, peinlichen und mitunter sogar gelungenen Auftritten. Zum Beispiel der von Marcus Wolff (37) und seinem Hund Tutnix (5) aus Schwarme bei Bremen. Schon nach kurzer Zeit wurde klar: Nicht das Herrchen, sondern der kleine Hund ist das Supertalent. Das Publikum war Feuer und Flamme, als Tutnix wie eine Mischung aus Gummiball und Duracell-Hase den von Herrchen geworfenen Frisbeescheiben hinterher hechtete. Er fing die Scheiben im Sprung auf, hüpfte dabei über den Rücken von Wolff oder schoss zwischen seinen Beinen hindurch. Selbst Bohlen lächelte begeistert. Mit Tänzern hat er es ja nicht so, mit Hunden offensichtlich schon.

Nachdenklich wurde es für einen kurzen Moment, als Stiven Kukovec (25) und Alper Alpat (29) aus Ingolstadt auftraten. Sie gehörten vor Jahren zur vierköpfigen Tanzgruppe "Funky Nation". Auf dem Weg zu einem Auftritt verunglückten ihre beiden Freunde tödlich mit dem Auto. Kukoec und Alpat hörten danach mit dem Tanzen auf und wollen nun in der Show wieder damit beginnen – zum Gedenken an ihre verstorbenen Freunde. Zwar hatte ihre synchronen Robo-Popping Performance noch einige Schwächen, zwar legte die Jury den beiden den Besuch eines Fitness-Studios nahe, aber: Das Ticket für die nächste Runde gab es trotzdem. Kein Wunder, bei so einer traurigen Geschichte.

Stangentanz lässt Mädels kalt

Weniger gut lief es dagegen für Yuliya Alokhina (29) und Ella Selivanova (16). Und dass, obwohl die beiden Schweizerinnen mit ihrem Stangentanz zumindest optisch die Pole an diesem Abend belegten. So sah es zumindest Dieter Bohlen: "Ich fand es bisher immer gut wenn einer an der Stange rumgemacht hat, wenn zwei an der Stange rummachen find' ich es noch eine Steigerung", brachte Bohlen seine Befriedigung in bekannt liebenswürdiger Art zum Ausdruck. Gelangt hat es für die beiden Künstlerinnen dennoch nicht. Motsi Mabuse und Sylvie van der Vaart stimmten mit Nein. Bohlens Kommentar: "Es ist ein epochales Problem, dass wir zwei Weiber in der Jury haben und alle sexy Acts haben es schwer bei den Mädels. Sobald was Hupen oben hat, kommt kein Ja".

Ebenfalls raus: Marco Skodawessely (51) aus Panketal/ Brandenburg, der sich sich als Entfesselungskünstler präsentierte. Er ließ sich mit einem Seil fesseln, das angezündet wurde und langsam abbrannte. Der Brandenburger befreite sich rechtzeitig, doch das Herz der Jury ließ der Auftritt kalt. Skodawessely konnte allein van der Vaart für sich gewinnen, zuwenig für die nächste Runde.

jwi/be
Themen in diesem Artikel