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"Der Traumjob" : "Ich habe heute leider kein Ticket für dich": Nichts als Spott für Jochen Schweizers neue Show

Extremsport-Guru Jochen Schweizer sucht in "Der Traumjob" einen neuen Geschäftsführer. Mit seiner Dauerwerbesendung als GNTM-Abklatsch hat sich der Unternehmer schon nach der ersten Folge den Hohn und die Belustigung der Zuschauer gesichert. 

Kandidat Daniel beim Fallschirmsprung in "Der Traumjob".

Der Fallschirmsprung war eine der wenige skurrilen Aufgaben in der neuen Sendung des Erlebnisverkäufers Jochen Schweizer. 

Er ist wieder da: Jochen Schweizer tritt nach seinem Ausstieg 2016 bei "Die Höhle der Löwen" erneut im Fernsehen auf. Endlich! - denken seine Fans. Hilfe! - denken die Zuschauer im Netz. Denn der Unternehmer ist zurück mit dem skurrilsten Bewerbungsgespräch aller Zeiten: "Der Traumjob" zur Primetime auf ProSieben. 

Dieses Mal sucht der Unternehmer allerdings nicht wie einst in der Vox-Erfolgssendung nach neuen, kreativen Geschäftsideen. Stattdessen hat er etwas zu vergeben: einen Posten als Geschäftsführer in einer seiner Firmen. Elf bunt gemischte Kandidaten - von Lifestyle-Bloggerin, Jurist bis Golflehrer ist alles dabei - werden in der Show in Aufgaben rund um die Welt auf Herz und Nieren getestet. Denn ein Geschäftsführer in der Erlebnisverkauf-Branche müsse vor allem eines können: mit Extremsituationen umgehen. Erst so lernt Erlebnisverkauf-Meister Schweizer seine Auserwählten aus 4500 Bewerbern richtig kennen und kann ganz Castingshow-getreu nach und nach aussieben. Soweit das Konzept. 

Jochen Schweizer als Heidi Klum: Nur einer kann "Germany's Next Traumjob" bekommen

Nach der ersten Folge sind sich die Zuschauer auf Twitter allerdings einig: Die Selbstvermarktungs-Initiative von Jochen Schweizer ist mit seinem neuen Format schlicht und einfach gescheitert. Denn schon in den ersten Minuten, naja eigentlich schon beim Konzept der Show, wird klar: Mit einer seriösen Suche nach einem Geschäftsführer in Großkonzernen, wie Jochen Schweizer sie besitzt, hat das nicht einmal ansatzweise etwas zutun. "Ganz ehrlich: Warum genau qualifiziert es einen für die Position des Geschäftsführers, dass man Fallschirm springen und Kanu fahren kann?" Das Fazit im Netz: "Glaube, die Sendung wird auch nur ein Twittererfolg." 

Dort legen die Nutzer mit ihren Sprüchen zumindest eine Kreativität an den Tag, die es den Showmachern bei der Sendung gefehlt hat. Besonders die Tatsache, dass Schweizer am Ende der Show im GNTM-Stil Tickets für die nächste Runde verteilt, amüsiert: "Ich habe heute leider Fo... äähh... Ticket für dich." Und weil ProSieben nach 14 Staffeln klum'scher Topmodelsuche anscheinend auf Altbewährtes setzt, werden die Kandidaten bei "Der Traumjob" kurzerhand in einer Münchener Villa untergebracht - in Doppelzimmern. Böse Zungen twittern da schon mal, dass sie sich schon auf die Folge mit dem Umstyling freuen. Dabei hätten die Zuschauer die schweizerische Boss-Suche viel lieber in einem anderen Format gesehen: "Ich fänds besser, wenn J. Schweizer die Kandidaten in irre Kostüme stecken und maskiert gegeneinander singen lassen würde" spielt ein Nutzer auf die neue Musikshow "The Masked Singer" an. 

Kenia statt Schweizer Alm: Kühe treiben in der Jochen-Schweizer-Edition 

"Also Geschäftsführer müssen natürlich nicht eine Millionen Sandkörner genau abzählen können - aber ich fand's lustig, also haben wir's gemacht." Die Aufgaben, die die Kandidaten unter Berücksichtigung wichtiger Business-Sprüche meistern, (Merke: "Wir alle wachsen an Niederlagen") ernten besonderen Spott. Das reale Leben lernen die Bewerber in einer Indoor-Surfanlage kennen. Und vor allem das Kühetreiben an einem Wasserloch in Kenia wirkt etwas weit hergeholt: "Es ist übrigens zwingend notwendig, nach Kenia zu fliegen, um Kühe zu treiben, denn es gibt sie nirgendwo sonst auf der Welt." Wenn der Alltag eines Geschäftsführers bei Jochen Schweizer allerdings wirklich aussieht wie seine Werbeprospekte, sind die Zuschauer trotzdem ein wenig neidisch. 

Am Ende des Abends bleibt der Netzgemeinde aber vor allem eins im Gedächtnis: Jochen Schweizers Dauerwerbesendung -  übrigens von ProSieben nirgends als solche gekennzeichnet: "Der XXL-Werbeblock ist die härteste Challenge." Doch im Netz hat man gelernt, allem etwas Gutes abzugewinnen. So wird auch der zehnte Selbstvermarktungsdialog, in dem der Unternehmer von seinen eigenen spektakulären Trips schwärmt, noch positiv gesehen: "Trinkspiel für #DerTraumjob: Jedes Mal, wenn Jochen Schweizer 'Jochen Schweizer" sagt, gibt's einen Drink."  

Für die nächste Castingshow-Idee haben die Zuschauer auf Twitter aber schon einen gut gemeinten Rat für ProSieben: "Man sollte sein Casting nicht so gestalten, dass Bastian Yotta der ideale Kandidat wäre." Das ist allerdings wirklich nur ein Anreiz für den nächsten Versuch, denn es heißt: "Eine Vorschau für die nächste Woche zu machen? Sehr optimistisch." 

sa