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ARD-Comedy "Meinungsfreiheit für deinen Hass": Carolin Kebekus attackiert Spotify mit mehreren Songs

Carolin Kebekus
Carolin Kebekus hat sich in ihrer Show mit Spotify beschäftigt.
© Frank Dicks/WDR
Millionen Menschen nutzen Spotify und zahlen dafür jeden Monat Geld. In ihrer Comedy-Show hat Carolin Kebekus einen kritischen Blick auf die Streamingplattform geworfen und zu wütenden Liedern verarbeitet.

"Verlasst diesen Ort, bevor er eure Seele auffrisst": Anfang des Jahres sorgte Neil Young für Aufsehen, als er seine Musik mit viel Getöse von der Streamingplattform Spotify entfernte. Der Grund dafür: Dort darf der US-Podcaster Joe Rogan ungehindert Falschinformationen zum Coronavirus und der Impfung verbreiten.

Nicht das einzige Problem, das der Musikdienst mit sich bringt. In einem viertelstündigen Beitrag hat sich Carolin Kebekus in ihrer Show am Donnerstagabend mit Spotify auseinandersetzt und die Plattform nach allen Regeln der Kunst zerlegt. Ihre Kritik trug die Comedienne auch in mehreren Liedern vor, unterstützt von MC Rene und Friedemann Weise. 

Dabei attackierte Kebekus den Streamingriesen von verschiedenen Seiten. Ihr erster Kritikpunkt: Das viele Geld, das Spotify regelmäßig einnimmt, kommt nicht bei den Künstlern an. "Nicht mal einen Euro oder 50 Cent", singt sie in dem ersten Song. "Auch nicht zehn Cent, noch nicht mal einen Cent. Nicht 0,02 sondern 0,003". Ihr Fazit: "Da gibt's mehr Geld, wenn du dich einmal mit der Gitarre in die Fußgängerzone stellst."

"Spotify heißt Freiheit – auch für den Hass" lautet der Titel des zweiten Songs, der einen anderen Aspekt thematisiert: Der Streamingdienst lasse problematische Inhalte einfach stehen, auch Verschwörungstheorien und diskriminierende Aussagen. "Egal wen du hasst, ob schwul oder schwarz, Spotify heißt Freiheit, Meinungsfreiheit für deinen Hass".

Carolin Kebekus singt über Spotify-Gründer Daniel Ek

Kebekus befasst sich auch mit dem Gründer von Spotify, Daniel Ek. Denn während bei Künstlern kaum etwas ankomme, sei das Vermögen des Schweden auf fünf Milliarden gewachsen, das dieser unter anderem in eine Rüstungsfirma investiere, die Raketen und Drohnen herstellt, die selbstständig bombardieren.

Der letzte Song trägt den programmatischen Titel "Fuck Spotify". Sämtliche Songs möchte die Comedienne auch auf der Musikplattform als Playlist zur Verfügung stellen. Ob das Firmengründer Daniel Ek zulässt? Am Freitagmorgen war die Liste jedenfalls noch nicht auffindbar.

"Die Carolin Kebekus Show" gibt es in voller Länge in der ARD Mediathek

che

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