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16. Tag im Dschungelcamp 2011: Rattenkönig Kusmagk gewinnt das Ekelfinale

Vor die ultimative Krönung hatte RTL noch einmal Blut, Schweiß und Tränen gesetzt. Peer, der spätere König Kusmagk, kuschelte mit Ratten, Thomas Rupprath tauchte mit Aalen und Katy kaute am Hirschpenis. Die letzte Botschaft aus dem Camp: Dschungelprüfung ist immer noch wichtig!

Von Ingo Scheel

Es schien fast so, als wäre dem Team von RTL auf der Zielgeraden siedendheiß eingefallen, worum es beim Dschungelcamp neben all den Intrigen und Inszenierungen noch geht: Die Bewohner sollen leiden, kriechen, schlucken, kotzen. Dass es schon am nächsten Tag im Hotel ein pralles Frühstücksbuffet, Proseccöchen und Fünf-Gänge-Menü geben würde - absolut nebensächlich. Für ihre Henkersmahlzeit im Camp, ein letztes opulentes Dinner mit Steaks und Serranoschinken, mussten Katy, Tommy und Peer noch einmal knietief durch den Dreck.

Bevor das Trio sich jedoch zum letzten Gefecht aufmachte, war es zunächst time to Jay Goodbye. Nach zwei turbulenten Wochen musste der Ex-US5-Sänger das Camp verlassen. Thomas Rupprath vergoss Tränen, Katy gab Küsschen und selbst Peer bekam noch einen Schulterklopfer. Doch schon bei der Ankunft im Hotel und der ersten Umarmung mit Camp-Gespielin Indira erwischte den 28-Jährigen die Realität wie ein Schlag mit der Kasperpatsche: Er erlitt vor laufenden Kameras einen Kollaps. In Zeitlupe sank Jay Khan in der Hotellobby zusammen - selbst die Küsse im Turtel-Tümpel hatten authentischer gewirkt. Ins Krankenhaus ging es dennoch, wo ihn australische Ärzte und Dr. Bob, im echten Leben lediglich Sani und einst Maskenbildner für Filme wie "Braindead", wieder aufpäppelten.

"Auf sowas kaue ich so selten!"

Im Camp ging es vor der Inthronisierung dann noch einmal zur Sache, gab es die abschließende Demütigung für die Kandidaten: Zunächst wurde Thomas Rupprath in der Prüfung "Das Ziel" durch Aale, Kakerlaken, Federn und Spinnen gejagt. Am Schluss sah der einstige Olympia-Schwimmer aus, als würde der Krawall-Künstler Jonathan Meese als "Sesamstraßen"-Bibo zum Fasching gehen. "Der Weg" hieß anschließend die Aufgabe für Katy Karrenbauer. Ein Motto, das ihr vom "Promi-Pilgern" nicht ganz unbekannt sein dürfte. Erleuchtung war hier jedoch Fehlanzeige, stattdessen gab es vergorenes Entenei, das ebenso schnell wieder draußen war wie es reinging, dazu Kamelblut und Hirschpenis. "Auf sowas kaue ich so selten", lautete ihr lapidarer Kommentar.

Zum Abschluss stieg Peer zur Prüfung "Der Wille" in einen Sarg voller Ratten, der schließlich auch noch geflutet wurde. Fünf Minuten waren gefordert - die schaffte Kusmagk denn auch. Am Ende sang er sogar.

Nach dem perfekten Promi-Dinner mit Steaks und Pommes, Mousse au Chocolat und Champagner ging dann alles ganz schnell. Zunächst wurde Thomas Rupprath aus dem Camp gewählt. Anschließend gab man den verbliebenen Peer und Katy noch einmal die Chance zur letzten Wahlkampfrede. Zunächst zeigte Peer mit Stoffaffe Schotti, dass das Leben im Camp so langsam Kratzer im Großhirn hinterlassen hatte, und auch Katy bekam nicht mehr ganz die Kurve: "Let me be the Queen of your and my Life" - so ihr kryptischer Appell ans Volk. Die Königin ihres eigenen Lebens dürfte die "ewige Zweitbesetzung" wohl bleiben, fürs Leben der Anderen wurde schließlich >Peer Kusmagk

"Der einzige Mensch mit Herz und Hirn"

Wirklich überraschen konnte diese Entscheidung nicht mehr: Für Sarah hatte es sich längst ausgedschungelt, Rainer Langhans schien erst beim Auszug aufgegangen zu sein, wo er sich eigentlich befand, und mit ihrer kruden Romanze hatten Indira und Jay sich eh um die Chance auf die Krone getuschelt. Am Ende gewann also der Zylinderträger, der Stoffaffen-Junge, der Bastelpapst, der noch am letzten Tag so versonnen Seifenblasen durchs Camp pustete, als hätte sein All-Inclusive-Urlaub grad erst begonnen. Draußen sollen bereits Gerichtsvollzieher auf den einstigen "GZSZ"-Darsteller warten, auf seiner Facebook-Seite huldigt das Volk währenddessen dem Thronfolger: "Der einzige Mensch mit Herz und Hirn hat gewonnen". Nun denn - lang lebe der König.