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Dschungel-Drama: Geschleimt und gefedert

Während Werner Böhm sich durch die Dschungelprüfung mit dem schon obligatorischen Ekelgetier quälte, zog sich Daniel Küblböck den gesammelten Missmut seiner Campkollegen zu.

Der Dschungel schafft Gemeinsamkeiten - auch über Altersgrenzen hinweg. Bestes Beispiel waren diesmal Werner Böhm und Quasi-Ziehsohn Daniel Küblböck. Die Ausgangslage war bei beiden gleich, denn jeder wollte etwas beweisen: Werner Böhm, dass er durchaus fit genug für eine der unsäglichen 'Trials' ist, also zum Ernährer der Gruppe taugt. Und Daniel Küblböck wollte, dass einmal alle nach seiner Pfeife tanzen - jedenfalls interpretierte er den Job des Teamchefs so.

Was passiert mit den Tieren?

Während draußen deutsche Tierschützern den wirklich interessanten Fragen nachgingen ("Wer schützt die Kakerlaken vor Daniel Küblböck?" und "Was passierte mit dem Goldfisch aus Dschungelprüfung Nummer vier?"), machte sich Werner für seine Prüfung fertig - ohne zu ahnen, dass er eigentlich in den Sarg gemusst hätte. Doch diese gruseligste aller Prüfungen versaute schlicht das Regenwetter: Statt dem Sarg gab es 'nur' den Tunnel des Grauens. War ursprünglich geplant, dass sich einer der Camp-Bewohner in einen Sarg voller Ungeziefer einschließen lassen muss, war durch den Dauerregen die Gefahr zu groß, dass der Sarg in den Schlamm einsinkt. Also umdenken: Es kam der Tunnel des Grauens.

Welche Promis sollten als nächstes ins Dschungel-Camp gehen?

Geschleimt und gefedert

Und wieder lief eine Dschungelprüfung nach Schema F ab: Ein Combattant, diesmal der ansonsten eher arbeitsscheue Werner Böhm alias Gottlieb Wendehals, musste durch fünf Glascontainer kriechen, in denen irgendwo am Boden die Essenssterne versteckt waren. Und damit es besonders ekelig wird *gähn* gingen die Produzenten nach dem Prinzip "Teeren und federn" vor: Erst kamen Aale in einem Wasserbecken, danach Innereienschleim, danach Kakerlaken, Spinnen, Mehlwürmer (klebt besser) und zum Schluss Federn und Flöhe. Da war der arme Werner aber schon so gefedert, dass er nicht mehr sehen konnte, wohin mit dem ergatterten Stern: Also gab's nur vier Essensrationen.

Daniel in der Kritik

Doch das wurmte die Campbewohner nicht weiter, dazu nervte sie ihr pubertierender Campchef viel mehr. Hatte Daniel schon in seinem Statement angekündigt, dass jetzt ein neuer Wind wehen würde, und "da müssen die halt durch", sahen es die anderen ganz anders. Schnappte wenigstens Caroline nicht ganz unerwartet: "In diesem Ton redet niemand mit mir, NIEMAND", verlor sogar der eigentlich friedfertige Meditationsguru Costa: "Du solltest lernen, in deinem Leben Respekt zu haben, sonst kommst du nicht weit."

"Ihr macht's mein Image kaputt"

Nachdem ihm auch noch der "Ton eines kleinen Diktators" vorgeworfen wurde, reichte es dem sensiblen Eggenfeldener. Gänzlich unfähig sich mit der Kritik auseinander zu setzen, trat er die Flucht nach vorne an: "Ihr macht's mir mein Image kaputt" schniefte er und suchte den Weg zum auf dem Gelände versteckten Dschungel-Psychologen.

So long, Susan

Ach, wäre es nur dabei geblieben. Aber wahrscheinlich schmoren bei dem schwülen Wetter doch langsam die Gehirne durch. Jedenfalls war sich die Gruppe dann wieder einig, sie "hätte das alles nicht so persönlich gemeint". Ja, wie denn sonst? Und eigentlich hätten sie sich doch alle lieb. Vielleicht hat sich Susan Stahnke ja deshalb so gefreut, als es hieß, sie müsse als nächste das Camp verlassen. Jedenfalls stapfte sie mit einem erleichterten Lächlen über die Hängebrücke in die nahegelegene Zivilisation. Fortsetzung folgt, leider.

Karin Spitra