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Dschungelcamp, Tag 11 "Fuck, Mann, was mache ich jetzt hier?" – Elena kurz vorm Kollaps

Tag 11 im Dschungelcamp.


Gleich vier Camper treten bei der Dschungelprüfung "Sternefabrik" an.


Sven Ottke, Raúl Richter, Markus Reinecke und Anastasiya Avilova holen zwar nur zwei Sterne – aber ihre Kostüme sorgen im Netz für Belustigung.


Eine Spiel-Zutat erregt die Gemüter der Twitter-Gemeinde besonders.


Ein besonderes Highlight für die Zuschauer versteckt sich im Hintergrund.


Das Camp verlassen muss diesmal Sonja Kirchberger.


Mal schauen, wer am Ende tatsächlich die Krone holt.
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Stinkende Büstenhalter, fliegende Fischköppe und Tränen, Tränen, Tränen. Die zweite Woche des Dschungelcamps macht da weiter, wo die erste aufhörte. Der Rauswurf des Tages überraschte dann aber doch. Ein wenig. Vor allem Elena.
Von Ingo Scheel

Zum Start vielleicht erst einmal etwas leichte Kost, die Eimer mit der Käferschlotze, dem Madenmatsch und dem Fischfonds fliegen noch früh genug. Widmen wir uns doch erst einmal der wohl schönsten Szene überhaupt des Tages 11, auch deswegen, weil wir die Protagonistin so bald, so ausführlich wohl nicht wiedersehen werden, die große Baumhaus-Reunion am Ende dieser ganzen Sause einmal ausgenommen. Gönnen wir uns also diesen  Moment mit Kirchbergers Sonja. 

Und da muss man zunächst einmal feststellen, immer und immer wieder nur mit der "Venusfalle" anzufangen, reicht einfach nicht. In ihrer Filmografie finden sich doch auch so schmucke Wegmarkierungen wie "El Chicko", "Blinde Augen klagen an", "Molly & Mops" oder "Gut zu Vögeln", eine cineastische Sottise mit Sprühkondom und Malle-Malaisen. Die schönste Rolle aber, die hatte sich die Milf der Herzen für das Dschungelcamp aufbewahrt: Wie sie da schwungvoll aus der Hängematte rotierte, eine Art Eskimorolle ohne Wasser, ohne Ruder und ohne Happy-End, das sah einfach zu und zu gut aus.

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Nun gut, mag jetzt mancher denken, so ein langer Build-up hier für eine normalgebräuchliche Sitzbulette, ist das nicht ein wenig übertrieben? Man müsste vielleicht dabei gewesen, um es richtig zu genießen. Das gilt im übrigen auch für die Dschungelprüfung, die sich diesmal unter dem vergleichsweise harmlosen Motto "Sternefabrik" verbarg. Auch hier galt die Devise: Muss man sehen, um es zu glauben. Von Sven Ottke in feinstem Sparrings-Englisch zusammengetrommelt - "Evribaddi togedder by se Feier" - erging die Parole, dass gemeinsam mit ihm auch Raúl, Markus und Anastasiya zur Sternejagd antreten sollten.

Die Aufgabe eine fantasievolle zusammengeschredderte "Spiel ohne Grenzen"-Variante, bei der aus luftiger Höhe jedweder Ekelschlonz - Pipi, Pansen, Gammeltomaten - von Anastasyia unter Zwennis Anleitung nach unten geworfen wurde, wo es Raúl mit seinem Eimerchen zunächst auffangen musste, in Markus' Eimerchen weiterflanken sollte, um damit Sterne-bringende Klarsicht-Zylinder zu füllen - ein Installationsmix aus Cirque de Soleil und Schlachthof hinten links. Und als wäre das alles nicht schon unterhaltsam genug, waren die Prüflinge auch noch in Elfenkostüme gehüllt, sah die Viererbande dabei aus, als hätte David Lynch Schneewittchen und die wieviel auch immer Zwerge neu adaptiert.

Schatzsuche mit Markus, Sonja und Danni

Das war es dann aber auch schon mit den Pointen, ansonsten nämlich ging es an den eitrigen Sollbruchstellen des Zusammenlebens weiter zur Sache, dass es nur so perlte. Da musste etwa Markus mit seinem ganz privaten Trödeltrupp - Sonja und Danni - auch noch zur Schatzsuche antreten. Trio mit vier Fäustlingen - das bekam dann schließlich nach einem Unwetter bedingten Abbruch, beim Tête-à-Tête-à-Tête im Dschungeltelefon, eine ganz eigene Energie, in dessen Epizentrum Markus offenbarte, dass er die Nummer mit dem Sterbebett einfach nicht mehr hören könne, Sonja anregte, man könne doch auch "leiser trauern" und Danni erneut Richtung Auszugsemotion mäanderte: "Bin ich authentisch oder spiele ich eine Rolle? Ich glaub', ich geh' gleich!"

Das wiederum konnte sie dann aber doch getrost einer anderen überlassen, auch wenn es bis dahin noch ein wenig dauern sollte. Vorher verkündete Elena noch, sie wäre hier in solch einer Extremsituation, sie "würde sogar ein Buch lesen", um später festzustellen, dass "ihr BH stinkt" und schließlich auch noch eine ihrer "Ich weiß was, das du nicht weißt"-Überraschungseier ankündigte, diesmal mit Blick auf Claudia, von der sie angeblich eine "andere Version" kennt.

"Ein Dschungelkönig muss für etwas stehen"

Später erzählte der Mann mit der Eisenbraue von seinem traurigen WG-Leben, "allein mit meinen Tieren", fragte Markus sich, wie er das alles eigentlich noch aushalten sollte und erging sich Sonja in der schärfsten Brandrede seit Trappatoni. Die "Flasche leer" in diesem Fall Anastasyia, die nach Sonjas Dafürhalten bei ihrem am Vortag dann doch nicht vollzogenen Rauswurf ein wenig zu laut gejubelt hatte: "Ich finde, du hast die Krone nicht verdient. Was soll das, wenn jemand so klatscht? Man muss kämpfen für die Krone, warum bist du sonst hier? So eine Frechheit!", kirchbergerte es. "Ein Dschungelkönig muss für etwas stehen, nicht dafür, dass der sich durchheult."

Und wie hatte sie selbst es denn eigentlich geplant? Im Stakkato des Grauens lieferte Sonja die Antwort gleich mit: "ICH WILL SIE MIR ER-AR-BEI-TEN!". Alles gut und schön mit dem freien Willen, aber dazu sollte es nun nicht mehr kommen, denn am Ende konnte sie selbst nun den Hut nehmen. Die Reaktionen milde bis kopfschüttelnd, die einzige, die das völlig aus der Bahn warf, war jene sonst ausreichend gepanzerte Elena, die angesichts von Sonjas Rauswurf förmlich kollabierte. "Fuck, Mann, was mache ich jetzt hier?", stammelte sie unter Tränen und konnte sich kaum wieder einkriegen. Die Reaktion der Servusfalle ein stoisches Irrsinns-Mantra: 

"Alles gut. Alles gut. Alles gut. Alles gut. Alles gut. Alles gut."

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tkr

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