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Dschungelshow, Tag 10 Körper-Talk im Dschungelhaus: "Ich bin mega jung geblieben, weil ich tausend Sachen hab machen lassen"

Dschungelshow, Tag 10
Djamila Rowe gab sich in der Dschungel-WG gewohnt offen
© TVNOW / Stefan Gregorowius
Eine Prinzessin, ein Promi-Luder und ein Pimpf ziehen im Dschungelhaus ein. Gute Kombi? Super Kombi! Einen solch flotten Dreier hat das Ersatz-Camp bisher noch nicht gesehen. Groooßes Thema: das beste Stück von Bastian Yotta.
Von Mark Stöhr

Es gibt Brüste, die haben viel zu erzählen. Zum Beispiel die von Djamila Rowe. Es war das Jahr 2003 – ein See, eine Yacht, ein Schönheitschirurg und eben zwei Brüste, die nur Körbchengröße Kürbis hatten. Aber das sollte sich ändern. Denn der Arzt war Spezialist für Open-Air-Operationen und pumpte die Oberweite unter den ungläubigen Blicken der Möwen zu Riesenbojen auf. Angst vorm Kentern musste die gebürtige Ost-Berlinerin nicht haben. Ihre Lippen sind voll funktionsfähige Rettungsringe. Da passte sogar noch der Beauty-Doc mit rein.

In der 53-Jährigen ist alles drin, was mehr hermacht: Botox, Silikon, Hyaluron, Tristesse. In die Klatschpresse schaffte sie es vor Urzeiten, weil sie gegen ein Honorar von 10.000 Euro behauptet hatte, eine Affäre mit dem damaligen Schweizer Botschafter in Deutschland zu haben. Seitdem surft sie auf der leichten Welle des Reality-TV von einem Schrottformat zum nächsten. Das Dschungelcamp wäre für sie der Eintritt ins Qualitätsfernsehen. Das Arte der Aufgepumpten und Abgehängten. Bitte nehmt sie auf!

Prinzessin ohne Schloss

Denn Djamila Rowe ist eine coole Person. Total illusionslos und total selbstreflektiert. Der macht niemand was vor, am wenigsten sie selbst. Ihr Repertoire an Knaller-Anekdoten ist unerschöpflich. Wie die vom besten Stück von Bastian Yotta, mit dem sie 2017 in der Datingshow "Adam sucht Eva" Bekanntschaft machte. "Der Penis von Yotta", parlierte sie munter drauf los, "ist riesengroß. Der steht ständig, der hat den nicht unter Kontrolle."

Dschungelcamp

Da war sogar Xenia Prinzessin von Sachsen für einen Moment sprachlos, die Trash-Braut unter den Blaublütern, echter und wirklich verarmter Adel und selten um eine spitze Bemerkung verlegen. Zu ihren größten kulturellen Leistungen zählt ein Cover von Helene Fischers "Atemlos durch die Nacht" – auf Japanisch. Das ging so: "Ich war auf einer Modenschau von meinem Freund Harald Glööckler und traf dort Kristina Bach, die den Song geschrieben hat. Ich sagte zu ihr: 'Hey, Kristina, gib mir die Rechte.' Und sie gab sie mir." So einfach läuft das in der Gaga-Welt. Die 34-jährige ist eine Prinzessin ohne Schloss, dafür mit einer Fanbase in Ostasien.

Zwei Moby Dicks und ein kleiner Hai

Xenia kann sehr gut Grimassen schneiden. Was sie nicht so gut kann, ist, nicht rauchen. Die Fünf-Zigaretten-pro-Tag-Regel zerrte schwer an ihren Nerven ("Ich würde acht Känguruhoden für fünf weitere Kippen essen"). Ihre Laune verdüsterte sich vollends, als es für die sechs, in der "Dschungeltauglichkeits-Prüfung" errungenen Sterne statt der ersehnten Bonus-Glimmstengel für jeden einen Cocktail gab. Ihr Vorsatz für Australien: eine Hypnosetherapie. Und: ihre Brüste auffüllen. "Wenn ich mich nach vorne beuge, sind das leere Lappen." Bei so viel Körper-Talk bekam selbst Filip Pavlović rote Ohren, Nachwuchs-Playboy aus "Die Bachelorette" und "Bachelor in Paradise", im Hauptberuf Fensterputzer. Er charmierte sich durch die Dreier-WG und verteilte tapfer Komplimente. "Du bist mega jung geblieben", sagte er zu Djamila Rowe. Die entgegnete trocken: "Ich bin mega jung geblieben, weil ich tausend Sachen hab machen lassen." Drei Ausbildungen hat der 28-Jährige abgebrochen, vielleicht klappt es ja jetzt mit der vierten zur Reality-Fachkraft. "Djamila und Xenia sind Moby Dicks im Business. Und ich bin der kleine Hai, der gerade dazustößt."


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