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"Bares für Rares" Erst Euphorie, dann Enttäuschung – Mutter und Sohn machen Fehler im Händlerraum

Ulrike Wittmer und Sebastian Jäger stehen im Studio von Bares für Rares in Pulheim
Ulrike Wittmer und Sebastian Jäger, Mutter und Sohn, kommen mit einem alten Tisch zu "Bares für Rares".
© ZDF
Bei "Bares für Rares" steht ein alter Tisch zum Verkauf. Der Experte ist begeistert, doch im Händlerraum folgt die Enttäuschung.

Dieses Stück hat eine lange Reise hinter sich: Ulrike Wittmer und Sebastian Jäger, Mutter und Sohn aus Walluf und Oberursel, kommen mit einem Tisch zu "Bares für Rares". Der hat eine bewegte Geschichte. "Der stand in Algerien in der deutschen Botschaft", sagt Wittmer in der ZDF-Trödelshow zu Moderator Horst Lichter. Ihr verstorbener Mann habe ihn von dort mit nach Deutschland genommen. Dass er viel wert sein könnte, glauben die beiden Besitzer nicht. Doch sie irren sich gewaltig,

"Dieser Tisch ist ein Modell, das einst auf der Weltausstellung 1889 in Paris gezeigt wurde", sagt "Bares für Rares"-Experte Colmar Schulte-Goltz. Es handle sich um einen Tisch, der in jede mögliche Richtung verstellt werden kann. Auch die Tischplatte sei variabel. "Das ist ganz toll, es ist ein ergonomisches Möbel." Damals eine Weltneuheit. Der Tisch stamme von Armand Mauchain aus Genf und wurde zwischen 1890 und 1900 gefertigt. "Von den Tischen, die ich kenne, ist dieser im besten Zustand."

"Bares für Rares"-Experte übertrifft Erwartungen

200 Euro hätten Vater und Mutter gerne für den Tisch. "Damit wären wir zufrieden." Doch Experte Schulte-Goltz ist damit nicht einverstanden. Da das Exemplar in hervorragendem Zustand ist und es Käufer dafür gebe, schätzt er den Preis auf 1000 bis 1200 Euro. Wittmer und Jäger sind überrascht. Doch im Händlerraum bekommt die Euphorie einen Dämpfer.

Julian Schmitz-Avila und Wolfgang Pauritsch sind von dem Tisch begeistert. Doch die Gebote starten relativ niedrig: 120, 140, 200 Euro. Walter "Waldi" Lehnertz bietet schließlich 410 Euro. Da steigen die anderen Händler bereits aus. Ein Gebot, das wesentlich unter der Schätzung liegt. Mutter und Sohn machen den Fehler, die Expertise von Schulte-Goltz nicht zu nennen. So bleibt es bei 450 Euro von Lehnertz. Dabei wäre erheblich mehr drin gewesen.

Doch Wittmer und Jäger sind trotzdem zufrieden. "Wir haben mehr als das Doppelte unseres Wunschpreises erhalten."

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Quelle: "Bares für Rares" vom 19. Oktober 2021. Neue Folgen der Trödelshow mit Horst Lichter gibt es von Montag bis Freitag um 15.05 Uhr im ZDF und vorab in der Mediathek zu sehen.

mai

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