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HBO-Serie: Ist "Game of Thrones" sexistisch? Das sagt Kit Harington zu Vorwürfen gegenüber dem Finale

Am Montag lief das Finale von "Game of Thrones" - und die Macher mussten sich viel Kritik anhören. Unter anderem wurde der Serie auch ein Sexismus vorgeworfen. Jetzt hat sich Jon-Schnee-Darsteller Kit Harington dazu geäußert.

Achtung: Dieser Text verrät Inhalte der aktuellen achten Staffel von "Game of Thrones" und aus allen bisherigen Staffeln. Wer noch nicht alle Folgen gesehen hat und sich lieber überraschen lassen möchte, sollte hier wirklich aufhören zu lesen.

Großartig oder grauenvoll, langweilig bis genial: Das am Montag gesendete "Game of Thrones"-Finale ist unter den Fans heiß umstritten, die Macher mussten für die Umsetzung und einige Story-Entscheidungen viel Kritik einstecken. Zu einem der Vorwürfe hat sich nun Jon-Schnee-Darsteller Kit Harington geäußert - und ihn entschieden zurückgewiesen.

"Eine meine Sorgen war, dass wir mit Cersei und Dany zwei starke Frauenfiguren scheitern lassen", erklärte Harington in einem ausführlichen Interview mit der Zeitschrift "Esquire", das er vor der Ausstrahlung des Finales gegeben hatte. Tatsächlich hatte dann genau dieser Aspekt bei einigen Fans für Kritik gesorgt: Die Serie sei sexistisch, schimpften aufgebrachte Zuschauer in sozialen Medien.

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Das sagt Harington zur Tyrannin Daenerys

Harington sieht das aber anders. "Ich denke die Rechtfertigung ist: Nur weil sie Frauen sind, warum sollten sie die Guten sein? Sie sind die interessantesten Figuren der Serie. Und das hat "Game of Thrones" schon immer gemacht", erläutert er seine Sicht. "Man kann nicht einfach behaupten, starke Frauen wären auch gute Menschen. Dany ist kein guter Mensch."

Für Harington ist das aber eine Stärke der Serie. "Man kann darüber diskutieren, aber in dieser Serie passiert nichts, was nicht zu den Charakteren passt. Und wann hat man schon einmal eine Frau einen Diktator spielen sehen?" Auch wenn die Idee die Fans spalten werde, sieht er sie als Teil einer langen Entwicklung. "Sie hat schreckliche Dinge getan, sie hat Menschen kreuzigen lassen, sie lebendig verbrannt. Das hat sich langsam aufgebaut."

Er sieht das Problem eher beim Publikum. "Wir müssen den Zuschauern sagen: 'Ihr habt euch der Wahrheit über diese Frau verschlossen. Ihr wusstet, dass da etwas nicht stimmt. Ich wart mitschuldig, ihr habt ihre Handlungen bejubelt.'"

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