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Aufzeichnung der "Helene Fischer Show" Helene Fischer ist zurück: Wer ihr auf der Bühne einen Korb gab und mit wem es emotional wurde

Helene Fischer singt auf der Bühne
Helene Fischer ist am 25. Dezember 2019 bei der "Helene Fischer Show" im ZDF zu sehen
© Michael Zargarinejad / ZDF
In Düsseldorf wurde die "Helene Fischer Show" aufgenommen. Es ist das erste Mal seit Monaten, dass Fischers Fans ihr Idol wieder auf der Bühne erleben. Der stern war dabei.

Helene Fischer ist zurück. Fans des deutschen Superstars haben sich lange gedulden müssen. Es war ein emotionales Jahr – nicht nur für Fischers Anhänger, sondern vor allem für sie selbst. Genau zwölf Monate ist es her, da verkündeten Fischer und Florian Silbereisen ihre Trennung. Wenig später – traditionell am ersten Weihnachtsfeiertag – wurde auch 2018 die "Helene Fischer Show" ausgestrahlt. Jeglichen Trennungsschmerz ließ sich der Vollprofi damals nicht anmerken. Doch dann wurde es vorerst ruhiger um den "Atemlos"-Star. Sehr sporadisch meldete sich die 35-Jährige in den sozialen Netzwerken bei ihren Fans. Frank Elstner gab sie ein Interview. Kürzlich trat sie beim Schlagerboom auf. Doch das war's. Ein harter, kalter Helene-Entzug. Jetzt ist Helene wieder dort, wo sie hingehört: auf der Bühne.

Helene Fischer singt mit Andreas Gabalier und tanzt mit Ralf Schmitz

Und so ist die Stimmung in der Messehalle 6 in Düsseldorf verheißungsvoll. Manche tragen Helene-Käppis, andere T-Shirts mit dem Konterfei der Fischer. Andere wiederum unterhalten sich darüber, wie oft sie schon Zeuge eines Helene-Konzertes wurden. Hat man es erstmal durch die Frittenfett-Wolke geschafft – in der Vorhalle gibt es Pommes mit Pulled Pork – erhascht man den ersten Blick auf die Kulisse des Abends. Das Publikum ist so bunt durchmischt, wie man es von den Konzerten der Sängerin kennt: Fans im Rentenalter, Gruppen Jugendlicher, einige Kinder. Und irgendwie passen sie alle in diese Show. Denn hier ist für jeden was dabei. Von einer Disney-Showeinlage über Comedy-Sketche, einem italienischen Duett mit Michelle Hunziker und einem Auftritt des selbsternannten "Volks-Rock-'n'-Rollers" Andreas Gabalier. Als der die Bühne in seinen eng sitzenden Lederhosen stürmt, rastet die Menge aus. In Sachen Lautstärke kann Gabalier der Fischer also durchaus Konkurrenz machen.

Mit Comedian Ralf Schmitz hat sie sich derweil vorgenommen, 16 Tänze in vier Minuten nachzutanzen. Sie beenden ihr Performance-Medley – wie sollte es anders sein – mit einer Persiflage auf "Atemlos": Schmitz trägt dabei Perücke, die Haare wehen dank eines Föhns, den Helene hält, durch die Luft. 

Helene wird zum Fangirl

Wer gerne wissen möchte, wie Helene Fischer als Teenie war, dem gibt sie bei der Ankündigung eines ihrer internationalen Stargäste einen kleinen Einblick. Als die Backstreet Boys groß waren, tingelte die junge Helene noch auf Dorfpartys herum, verrät sie. Den Starschnitt aus der "Bravo" hatte sie natürlich, erzählt sie kurz bevor Nick Carter die Bühne betritt. Er trägt einen dicken Kurzmantel, bei gefühlten 30 Grad in der Messehalle 6 in Düsseldorf durchaus gewagt. 

Zusammen mit Fischer singt Carter, der noch immer mit den Backstreet Boys auf Tour ist, ein Medley von den größten Hits der Band. Wenn die Männer noch ein weibliches Mitglied engagieren wollen: Helene würde sich bestens eignen. Ein Backstreet Girl ist geboren.

"Shallow" mit Roland Kaiser

Doch neben akrobatischen Einlagen (nein, es ist nicht Thomas Seitel, mit dem Helene da von der Decke hängt) und einem etwas langwierigen "My Fair Lady"-Schauspiel mit Thomas Gottschalk, Heinz Hoenig und Mark Keller, gibt es auch ruhige Momente. Mit Roland Kaiser singt Helene "Shallow". Wie noch Lady Gaga und Bradley Cooper bei der Oscar-Verleihung Anfang des Jahres schmachten sich der Kaiser und die Fischer an – die ZDF-Version von "A Star is Born".

Private Einblicke gibt die Fischer ansonsten selten. Hier ein kurzer Flirt mit Gabalier, da ein Witzchen mit Gottschalk. Musiker Josh Groban erzählt sie, er finde "oft in unserem Wohnzimmer statt". Streckenweise wirkt die Sängerin sogar etwas zurückhaltend, fast gehemmt, bleibt dabei aber immer hochprofessionell.

Helene Fischer
Helene Fischer - am stärksten ist sie immer noch alleine mit ihren Tänzern
© ZDF/Michael Zargarinejad

Engelbert zischt ab

Fehler passieren ihr in der Moderation nur selten. Doch ganz am Schluss der Aufzeichnung wird sie selbst von einer Musiklegende im Regen stehengelassen.

Nach seinem Duett mit Fischer soll Stargast Engelbert eigentlich noch einen Moment auf der Bühne verweilen, um mit ihr einen kurzen Plausch zu halten. Doch anscheinend hat ihm das niemand gesagt und so haut der 83-Jährige ohne ein weiteres Wort ab in den Backstage-Bereich. "Die Legende geht einfach und will nicht mit mir sprechen. It's okay. We can talk tomorrow. I'm here", lacht Helene den Fauxpas weg (Deutsch: Ist schon gut, wir holen das morgen nach).

Die besten Momente liefert die Fischer selbst 

Nach mehr als vier Stunden, vielen Umbaupausen, lautem Klatschen auf 1, 2, 3 und natürlich 4 wird klar: Eigentlich wollen hier alle nur eines. Sie wollen Helene so, wie wir sie kennen. Die stärksten Momente liefert der Superstar schließlich immer noch selbst. Ob "Achterbahn" oder "Herzbeben" – es dauert keine Minute, da stehen hier alle auf, singen lauthals mit, feiern ihr Idol. "Allein im Licht" singt sie zum Schluss: "Allein im Licht verwundbar und auch stark. So siehst du mich." Und endlich dürfen die Fans nach vorne an die Bühne, dem Superstar noch näher sein. 

Jetzt fehlt eigentlich nur noch die nächste Tournee im neuen Jahr. 

Die "Helene Fischer Show" läuft am 25.12. um 20.15 Uhr im ZDF.


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