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Todesfälle, Brexit, Trump "Fuck you, 2016": John Oliver jagt das Jahr in die Luft

John Oliver von "Last Week Tonight" jagt das Jahr 2016 in die Luft
John Oliver von "Last Week Tonight" hält nicht viel vom Jahr 2016
© Screenshot Youtube
Moderator John Oliver hat eine klare Botschaft an das Jahr 2016. Es wird nämlich als jenes in die Geschichte eingehen, in dem sich das britische Volk für den Brexit aussprach und das amerikanische Donald Trump wählte. 

Das Jahr 2016 wird vielen wohl nicht in guter Erinnerung bleiben. Weltstars wie Alan Rickman, David Bowie, Muhammad Ali oder Leonard Cohen starben, im Juni entschieden sich die Briten für den Ausstieg aus der Europäischen Union, im November wählten die US-Amerikaner Donald Trump zum neuen Präsidenten. Moderator John Oliver von "Last Week Tonight" hat seine ganz eigene Art, mit diesem Jahr umzugehen.

Am meisten von allen Ereignissen im Jahr 2016 ist Oliver über die Wahl Trumps erschüttert. Die letzte Folge des Jahres widmet der in Großbritannien geborene US-Moderator ausschließlich dem künftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten. Über 20 Minuten redet er sich in Rage, warnt davor, was Trump jetzt alles anstellen könnte, lässt bewiesene Lügen von Trump einspielen und stellt fragwürdige Mitglieder seines zukünftigen Kabinetts vor.

John Oliver warnt vor "Normalisierung Trumps"

Er kritisiert Journalisten und Experten, die nun davon sprächen, Trump müsse man eine Chance geben. Das führe zu einer "Normalisierung Trumps". Doch dieser sei nicht normal.

Hart geht er auch mit den US-Amerikanern ins Gericht, die angekündigt hatten, nach Kanada auszuwandern. Sie sollten gefälligst im Land bleiben und gegen Trumps Politik kämpfen. Er zählt mehrere Organisationen auf, für die man spenden könne, um mit den Auswirkungen Trumps umzugehen - unter anderem die Non-Profit-Organisation Maldef (Mexican American Legal Defense and Educational Fund). Sie setzt sich für die Rechte von Latinos in den USA ein. Trump hatte während seines Wahlkampfes wiederholt gegen Mexikaner gepoltert, illegale Einwanderer aus dem Land pauschal als "Vergewaltiger" und "Drogendealer" beschimpft und will nun eine Mauer an der Grenze zu Mexiko hochziehen.

Als Abschluss der letzten Folge des Jahres will Oliver aber auch in Erinnerung rufen, dass nicht nur Trump in seinen Augen dieses Jahr so schrecklich macht. In einem über vierminütigen Clip lässt er Passanten und Prominente aufzählen, was für sie 2016 das Schlimmste war. Am Ende rufen sie alle, in leicht abgewandelten Fassungen, "Fuck you, 2016" in die Kamera, ehe Oliver selbst in einem leeren Sportstadion einen riesigen 2016-Schriftzug in die Luft sprengt. Viel Spaß!

fin

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