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Wirbel um Kinderfragen "So sprechen Kinder nicht!": Laschet äußert sich zum "Late Night Berlin"-Interview

Late Night Berlin
Armin Laschet sprach bei "Late Night Berlin" mit den Kindern Romeo und Pauline
© https://www.youtube.com/watch?v=EWbDI5CMA1w
Armin Laschets patziger Auftritt bei einem Kinderinterview in der TV-Show "Late Night Berlin" sorgt für heftige Reaktionen. Im Netz wird debattiert und auch im Ausland sah man hin. Jetzt äußerte sich der Kanzlerkandidat dazu. 

Der Auftritt von Armin Laschet bei Klaas Heufer-Umlaufs ProSieben-Show "Late Night Berlin" sorgt für Wirbel: Der Kanzlerkandidat der CDU hatte sich dort den Fragen von zwei Kindern gestellt. Doch die hatten es in sich. "Ist Hans Georg Maaßen ein Rechter?", fragten ihn die beiden zum Beispiel. Als Laschet merkte, dass er es nicht mit normalen Kinderfragen zu tun hatte, wurde der dreifache Vater zunehmend ungehalten und reagierte pampig. Der Clip rief zahlreiche Reaktionen in den sozialen Netzwerken hervor, #LateNightBerlin trendete noch zwei Tage nach der Ausstrahlung bei Twitter. 

Und auch im Ausland fiel Laschets unsouveränes Verhalten auf: Die britische "Times" widmete dem Clip etwa einen Artikel und nannte Laschets Auftritt darin "ungeschickt und teilweise schnippisch". Auf Twitter bekam Laschet viel Häme ab, sein Parteikollege Boris Binkowska konterte mit einem Thread, indem er das Interview "nicht fair und tendenziös geschnitten" nannte. Und die "Bild"-Zeitung stellte die Frage, ob man so Kinder instrumentalisieren dürfe. Nun hat sich Armin Laschet selbst zu seinem Besuch in der Show geäußert.

TV-Triell: Armin Laschet (CDU) mit Uschi Glas

Armin Laschet war auf den Auftritt bei "Late Night Berlin" nicht vorbereitet

"So sprechen Kinder nicht, es ist ein sehr spezielles Format gewesen", kommentierte Laschet am Rande einer Veranstaltung des Norddeutschen Außenhandelsverbandes AGA den Wirbel um den "Late Night Berlin"-Clip. Er sprach von einem Knopf im Ohr der Kinder und wirkte immer noch verärgert. Dabei war die Aktion nichts Neues: "Kinder fragen Rapper" heißt die Rubrik normalerweise, in der Romeo und Pauline schon Musiker:innen wie Sido, Shirin David oder Veysel mit sehr direkten Fragen etwa zu deren Drogenkonsum konfrontiert haben. Dass dahinter nicht sie selbst, sondern Heufer-Umlaufs Redaktion steht, ist schnell ersichtlich. Doch Armin Laschet war von seinem Team offenbar nicht auf das Comedy-Format vorbereitet worden. 

Olaf Scholz war übrigens auch bei den Kindern zu Gast und musste sich ebenfalls harte Fragen gefallen lassen - brachte das Ganze aber deutlich souveräner hinter sich. In der kommenden Sendung nächste Woche sollen Romeo und Pauline Annalena Baerbock ins Schwitzen bringen.

Quellen: Youtube, "Welt", "Times"

sst

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