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"Die Heiland - Wir sind Anwalt": Nach Tod von Lisa Martinek: Christina Athenstädt übernimmt ihre Serienrolle

Während ihres Urlaubs in Italien kam Schauspielerin Lisa Martinek auf tragische Weise ums Leben. Ihre Anwalts-Serie "Die Heiland" soll trotzdem fortgeführt werden - mit einer neuern Hauptdarstellerin.

Christina Athenstädt (r.) übernimmt die Rolle von Lisa Martinek in "Die Heiland"

Christina Athenstädt (r.) übernimmt die Rolle von Lisa Martinek in "Die Heiland"

DPA

Ende Juni starb Schauspielerin Lisa Martinek bei einem tragischen Unfall während ihres Urlaubs in Italien. Die 47-Jährige gehörte zu den beliebtesten und erfolgreichsten Darstellerinnen im deutschen Fernsehen. Kurz vor ihrem Tod war gerade erst eine zweite Staffel ihrer ARD-Serie "Die Heiland - Wir sind Anwalt" angekündigt worden. Nach Martineks tödlichem Unfall war lange nicht klar, wie es mit dem Format weiter gehen würde.

Nun gab der Sender bekannt, dass Christina Athenstädt die Rolle der blinden Anwältin Romy Heiland übernehmen wird. Die 40-Jährige absolvierte eine Ausbildung an der Ernst-Busch-Schauspielschule in Berlin und ist seit 2009 regelmäßig in TV-Produktionen zu sehen, unter anderem in der Arztserie "Familie Dr. Kleist" und "Der Bergdoktor". Die Dreharbeiten zur zweiten Staffel von "Die Heiland" sollen am 19. November in Berlin beginnen.

Lisa Martinek spielte in der ersten Staffel von "Die Heiland"

"Lisa Martinek hat sich die Rolle der blinden Anwältin Romy Heiland nach dem Vorbild von Pamela Pabst perfekt zu eigen gemacht. Lisa Martinek war für 'Die Heiland' ein Glücksfall. Ihr plötzlicher Tod hat alle Beteiligten zutiefst getroffen", erklärt Daria Moheb Zandi, verantwortliche Redakteurin beim RBB: "Dennoch glauben wir - die Beteiligten auf Seiten der Produktionsfirma und der Redaktion - dass es möglich und richtig ist, die Serie unter Beibehaltung der Figur und des etablierten Serienkosmos' fortzusetzen. Der Gedanke der Neubesetzung bestand darin, eine Schauspielerin zu finden, die energetisch und von ihrem Typ her zu Anna Fischer passt, die die eigenwillige Assistentin spielt."

Christina Athenstädt besitze "aus Sicht aller Beteiligten die schauspielerische Qualität und emotionale Tiefe, nach der die Rolle verlangt", heißt es in einer Pressemitteilung der ARD. Sie habe Redaktion und Produktion mit ihrer Anlage der Figur, ihrem präzisen, facettenreichen und schnörkellosen Spiel, nachhaltig beeindruckt.

Die Geschichte der Anfang September 2018 gestarteten ARD-Anwaltsserie ist an die Biografie der Berliner Anwältin Pamela Pabst angelehnt, der ersten blinden Strafverteidigerin Deutschlands. Den Angaben zufolge unterstützt sie die Serie weiterhin. Sie habe bereits angekündigt, Christina Athenstädt bei der Vorbereitung der Rolle zur Seite zu stehen.

jum/DPA