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Popstars: "Monrose" wird eine Küken-Band

Tränen auf der einen Seite, Jubel auf der anderen - und ein großer Reibach für ProSieben: Die Gewinnerinnen der Casting-Show "Popstars" stehen fest. Mandy, Senna und Bahar treten rechtzeitig zum Weihnachts-Geschäft in die Fußstapfen der "No Angels".

Für drei Mädchen ist der Traum vom Leben als "Popstars" wahr geworden. In der gleichnamigen Castingshow auf ProSieben hatten sich Senna Gammour, 26, aus Frankfurt/Main, Bahar Kizil, 18, aus Freiburg und Mandy Capristo aus dem südhessischen Bürstadt gegen die Konkurrenz durchsetzen können. Mandy bekam die meisten Stimmen: "Ich habe zu Gott gebetet, dass es heute Abend klappt. Jetzt habe ich das erreicht, was ich meine 16 Jahre lang wollte", sagte die oft als "Küken" bezeichnete 16-jährige. In der Finalshow am Donnerstagabend in Köln mussten insgesamt sechs Mädchen um einen Platz in der Band Monrose bangen.

Erste Single bereits zum Dezember

4,63 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 15,4 Prozent) wurden Zeugen des Nervenspiels: Während Senna und Bahar bereits von der Jury um Popikone Nina Hagen in die Gruppe gewählt wurden, musste Mandy bis kurz nach 23 Uhr auf die Telefonentscheidung der Fernsehzuschauer warten. Die erste Single der Band, die Ballade "Shame", wird am 1. Dezember veröffentlicht.

Während der Finalshow hatte die Jury bereits zwei Kandidatinnen aus dem Rennen geschickt, bevor die Zuschauer per Telefon entscheiden konnten, wer als dritte zu "Monrose" gehören wird. "Es bricht mir das Herz", sagte Jurymitglied und Musikproduzent Dieter Falk, als er die 20 Jahre alte Kati aus München aus der Show werfen musste. Dafür erntete er Buhrufe aus dem Publikum. Allerdings räumte er ein, Kati habe große Chancen als Solokünstlerin, und er wolle ihr dabei "alle Steine aus dem Weg räumen".

An Senna spalten sich die Gemüter

Die 20 Jahre alte Kölnerin Romina hatte als letzte Kandidatin den Einzug in die Mädchenband verpasst. "Ganz ehrlich, ich bin nicht traurig, nicht in der Band zu sein", sagte sie gefasst nach der Live- Sendung. "Ich bin dankbar für die Zeit, die ich hier erleben durfte." Die Frankfurterin Senna dankte "dem Herrn, dass er mir die Kraft gegeben hat, dies alles hier durchzustehen". Die gläubige Muslimin sei eine Frau, "an der sich die Meinungen spalten", versicherte Produzent Falk.

Der Gesangswettbewerb begann vor sechs Monaten mit 5189 Mädchen. Die Jury mit Nina Hagen, Choreograf Detlef D. Soost und Musikproduzent Falk musste eine kleinere Gruppe auswählen, die sich später neben Gesang auch in Tanz und Fitness behaupten musste. In die Schlagzeilen geriet "Popstars" am vergangenen Freitag, als eine der 20 möglichen Gruppenkonstellationen als Cover beim Onlinehändler Amazon auftauchte und unter der Fangemeinde für Unmut sorgte. Die Show wurde auch für ProSieben zum Erfolg. Rund 3,5 Millionen Zuschauer verfolgten jeden Donnerstag die Entwicklungen der Sängerinnen.

Mit der fünften Staffel möchten die Produzenten von "Popstars" an den Erfolg der ersten TV-Castingband anknüpfen. Vor sechs Jahren stürmten die No Angels die Charts und verkauften über 5 Millionen Tonträger.

DPA / DPA