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"Tatort" aus Niedersachsen: Neustart für Maria Furtwängler: Der Beginn einer wunderbaren Feindschaft

Charlotte Lindholm ist strafversetzt worden und ermittelt nun in Göttingen. Zwei Dinge erschweren den Start: ein verschwundenes Baby - und ihre neue Kollegin. 

"Tatort" mit Maria Furtwängler

Szene aus dem "Tatort": Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) gerät mit ihrer Kollegin Anaïs Schmitz (Florence Kasumba) heftig aneinander.

ARD
  • 4 von 5 Punkten
  • Neustart geglückt: Maria Furtwängler und Florence Kasumba verleihen dem Niedersachsen-"Tatort" neuen Schwung.

Worum geht's?

Es gibt schlimmere Orte, in die man strafversetzt werden kann: Nachdem sie in ihrem letzten Einsatz schwere Ermittlungsfehler begangen hat, muss Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) nach Göttingen. (Hier können Sie noch einmal die Kritik zu "Der Fall Holdt" nachlesen) Dort wird sie in die Umkleidekabine einer Schule gerufen. Sie findet einen blutgetränkten Tatort vor - "große Schlachtplatte", witzelt der Mediziner - eine Leiche gibt es jedoch zunächst nicht. Offenbar hat hier eine Entbindung stattgefunden. Von der Mutter und dem Neugeborenem fehlt jedoch jede Spur. 

Warum lohnt sich dieser "Tatort"?

Bislang waren die Fälle aus Niedersachsen stets Solovorstellungen für Maria Furtwängler. Was den Filmen nicht immer gut getan hat - selten trug die Schauspielerin allein die Fälle. Mit der von Florence Kasumba gespielten Anaïs Schmitz hat sie nun eine Partnerin, mit der sie in herzlicher Abneigung verbunden ist. Gleich die erste Begegnung der beiden legt den Grundstein für die weitere Beziehung: Die dunkelhäutige Schmitz trägt einen weißen Kittel. Charlotte Lindholm hält sie deshalb für eine Putzfrau und blafft sie an: "Sie wollen doch hier nicht putzen, das ist ein Tatort." Es ist der Beginn einer wunderbaren Feindschaft.

Was stört?

Dieser Fall ist ziemlich verstörend und enthält Szenen, die einen in den Schlaf verfolgen können. Wer so etwas zum Ausklang des Wochenendes vermeiden möchte, sollte lieber wegschalten. 

Die Kommissare?

"Ich arbeite lieber allein, Kommunikation ist nicht so mein Ding und Teamwork auch nicht. Ich habe Probleme mich auf das Tempo und Befindlichkeiten anderer einzustellen. Und ich hab Probleme mit Kollegen, die nicht auf meinem Niveau ermitteln": So stellt sich Kommissarin Lindholm bei ihren neuen Kollegen vor. Und, für den Fall, dass die Ansage nicht deutlich genug war, ergänzt sie: "In zwei Wochen bin ich wieder weg." Wenn sie sich da mal nicht täuscht...

Ein- oder Ausschalten?

Dass Maria Furtwängler eine Partnerin auf Augenhöhe bekommt, tut dem "Tatort" sichtlich gut. Das Debüt dieses neuen Gespanns sollten Sie auf keinen Fall verpassen.

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