Das Konzertprogramm zum 250. Geburtstag der USA ist gescheitert - und Donald Trump (79) macht daraus kurzerhand eine eigene Veranstaltung. Nachdem sechs von neun ursprünglich angekündigten Künstlern abgesagt hatten, erklärte der US-Präsident die geplante Konzertreihe "Freedom 250" auf der National Mall in Washington, D.C., die zwischen dem 25. Juni und dem 10. Juli stattfinden sollten, für gestrichen.
Wie Trump auf seiner Plattform Truth Social schreibt, tritt an ihre Stelle eine Kundgebung, bei der er selbst als Hauptattraktion auftreten wird - angekündigt als "die beste Rallye aller Zeiten!" und "eine Rallye, die alle anderen in den Schatten stellt!" Man wolle ohnehin keine "Sänger ohne Talent, aber riesigen Gagen, die euch in den Schlaf singen." Im Alternativprogramm werden neben ihm stattdessen Country-Sänger Lee Greenwood - eine verlässliche Größe im MAGA-Umfeld -, der Tenor Christopher Macchio, die US Army Band, die Marine Band und der Armed Forces Choir auftreten.
Künstler sind abgesprungen
Seit Ende Mai häuften sich die Absagen für das Jubiläumskonzert. Noch am Abend, als das Line-up bekannt gegeben worden war, verkündeten Morris Day and The Time auf Instagram, dass sie nicht auftreten würden. Rapper Young MC folgte kurz darauf und betonte, alle Künstler seien davon ausgegangen, es handle sich um eine normale Show in Washington, keine Partei-Party.
Auch Martina McBride sagte ab und erklärte, ihr sei versichert worden, es handle sich um ein überparteiliches Event zur Feier aller 50 Bundesstaaten. Das habe sich als irreführend herausgestellt. Bret Michaels, ehemals Frontmann von Poison, hatte ebenfalls bei etwas ganz anderem, weniger "Spaltendem" zugesagt. Zu weiteren Absagen gehörten die Commodores und der einstige Milli-Vanilli-Star Fabrice Morvan. Damit hatte am Ende lediglich Vanilla Ice öffentlich bekundet, an seiner Teilnahme festzuhalten. Flo Rida sowie C+C Music Factory äußerten sich nicht zu ihren Auftritten.
Trump findet sich größer als Elvis
Bereits Tage zuvor hatte Trump auf Truth Social klargemacht, dass er die geplante Konzertreihe am besten ganz absagen werde - die Künstler seien "überteuert" und "langweilig". Stattdessen wolle er eine "Make America Great Again"-Kundgebung veranstalten. Er denke daran, "die Nummer-Eins-Attraktion der Welt" auf die Bühne zu bringen - und meinte damit sich selbst. Er ziehe größere Publikumsmengen an als Elvis auf dem Höhepunkt seiner Karriere, schrieb er, und das "ohne Gitarre".