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Tipps einer Expertin: Aufräumen wie Marie Kondo: die wichtigsten Schritte der KonMari-Methode

Sie beherrschen das Chaos im Schlaf? Mit KonMari schaffen Sie mehr Ordnung – und das sogar langfristig. Was Sie dabei beachten müssen, erfahren Sie hier.

Marie Kondo hat eine Methode für mehr Ordnung entwickelt

Aufräumexpertin Marie Kondo hat die "KonMari"-Methode entwickelt

DPA

Bekannt wurde Marie Kondo durch das Buch "Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert" und die Netflix-Serie "Aufräumen mit Marie Kondo". Inzwischen ist die Japanerin weltberühmt. Der Grund für ihren Erfolg lässt sich ganz einfach erklären: Die Aufräumexpertin ist davon überzeugt, dass wir langfristig mehr Ordnung schaffen, wenn wir uns nur noch auf jene Dinge konzentrieren, die uns am Herzen liegen – und uns von allem anderen verabschieden, das uns keinerlei Freude mehr bereitet. Wie das genau funktioniert, erklären wir Ihnen in drei Schritten.

Der erste Schritt: Es wird hoch gestapelt!

Ertappen Sie sich regelmäßig dabei, wie Sie den Satz: "Ich muss dringend mal wieder aufräumen" laut aussprechen – aber am Ende doch nichts tun? Nach Marie Kondo ist diese Einstellung schuld daran, dass die Einrichtung im Chaos versinkt. Daher lautet ihre Devise: "Machen!" Und zwar richtig. Im Klartext bedeutet das: Es wird ausgemistet! Und zwar nicht zimmerweise, sondern nach folgenden Kategorien:

  • Kleidung
  • Bücher
  • Unterlagen
  • Kleinkram
  • Erinnerungsstücke

Laut der KonMari-Methode ist die Reihenfolge besonders wichtig, da Sie sich schneller von den Dingen trennen können, zu denen Sie keine emotionale Bindung haben. Ihre Lieblingsstücke kommen erst zum Schluss.

Laut KonMari-Methode werden die Kleider gestapelt

Um Ordnung zu schaffen, müssen alle Kleidungsstücke gesammelt werden

Getty Images

Im ersten Schritt widmen wir uns also allen Kleidungsstücken, die sich in Ihrem Zuhause befinden: Egal, ob im Kleiderschrank oder an der Garderobe, im Wäschekorb oder aus der Kommode. Stapeln Sie alles an einem Ort übereinander, um einen genauen Überblick darüber zu erhalten, wie viel Kleidung Sie eigentlich besitzen. Das Gleiche machen Sie anschließend auch mit Ihren Büchern, Papieren und Dokumenten, Kleinkram als auch Ihren Erinnerungsstücken – so wird Ihnen die Tragweite Ihrer Besitztümer erst richtig bewusst.

Der zweite Schritt: Was brauche ich, was kann weg?

Nachdem Sie alle Kleidungsstücke übereinander gestapelt haben, nehmen Sie sich jedes Teil einzeln vor und fragen sich dabei, ob Sie diese Jeans, dieses T-Shirt oder diesen Pullover wirklich brauchen – und sich glücklich dabei fühlen, genau dieses Objekt der Begierde zu besitzen und auch zu tragen? Wenn Sie die Frage mit einem klaren "Ja" beantworten können, darf das Teil bleiben. Wenn Sie die Frage verneinen oder auch nur einen Hauch zweifeln, sollte das Textil in jedem Fall ausgemistet werden. Marie Kondo ist davon überzeugt, dass Sie mit dieser Methode nicht nur mehr Ordnung schaffen, sondern auch glücklicher werden. Denn wer nur von Dingen umgeben ist, die er liebt, kann nicht traurig sein. Wichtig ist jedoch zum Ende der Aufräumaktion, dass Sie sich bei allen Dingen, von denen Sie sich trennen, bedanken – danach können Sie alles entsorgen oder auch spenden.

Kleidungsstücke falten und einem festen Ort im Kleiderschrank zuordnen

Kleidungsstücke müssen nach KonMari im Schrank ordentlich gefaltet werden

Getty Images

Der dritte Schritt: richtig falten, verstauen, aufbewahren

Wenn Sie die KonMari-Methode richtig angewendet haben, dürfte sich Ihr Haushalt um bis zu zwei Drittel verkleinert haben. Die übrig gebliebenen Gegenstände müssen im letzten Schritt nur noch einen festen Platz bekommen, an den sie immer wieder zurückgelegt werden, nachdem diese benutzt wurden. Dadurch halten Sie dauerhaft Ordnung in Ihrer Wohnung – und müssen weniger aufräumen! Das kostet Sie zwar etwas mehr Zeit, dafür herrscht jedoch auch nie wieder Chaos in Ihren eigenen vier Wänden.

Das richtige Einsortieren und Aufbewahren von Textilien ist besonders knifflig, doch auch hier hat Marie Kondo eine spezielle Methode entwickelt, wie Sie Kleidungsstücke, Unterwäsche und Socken platzsparend falten und ordentlich ablegen können: Nehmen Sie zum Beispiel ein T-Shirt und legen es so zusammen, dass es wie ein kleines rechteckiges Paket aussieht. Anschließend wird es aufrecht bzw. stehend in den Schrank oder die Kommode einsortiert. Das bringt gleich zwei Vorteile mit sich: Zum einen behalten Sie den Überblick und zum anderen vermeiden Sie Unordnung – da Sie nicht mehr nach bestimmten Kleidungsstücken suchen müssen.

Für den Kleinkram verwenden Sie am besten praktische Schubladeneinsätze, Schachteln oder Aufbewahrungsboxen. Hier besagt die KonMari-Methode, dass dunklere Farben weiter hinten und hellere vorne einsortiert werden sollen. Das sorgt für eine bessere Übersicht und soll – laut Marie Kondo – die Stimmung heben. Achten Sie jedoch darauf, die Schubladen nicht vollständig zu füllen, sondern maximal zu 90 Prozent. Dadurch können Sie die Sachen leichter einsortieren oder ausräumen.

Und der letzte Tipp lautet: Alle Kleidungsstücke, die Sie auf einen Bügel hängen, müssen eine Linie bilden. Genau so, dass schwere Sachen links und leichte rechts aufgehängt werden. Dann steht einem aufgeräumten Kleiderschrank nichts mehr im Wege!

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ast
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