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Abgewatscht - die Promi-Satire: Porno, Pelze und Proleten

Rosenkrieg beim Ehepaar Matthäus, Zickenkrieg bei Heidi Klum: Die Model-Anwärterinnen wissen, wie man unterhalb der Gürtellinie auf sich aufmerksam macht. Dabei geht doch nichts über ein trautes Familienleben. Das weiß auch die Mutter des Hamburger Koks-Senators Ronald B. Schill.

Von Stefan Mielchen

Helga B. redet Klartext! Endlich weiß die Nation, dass Wahl-Brasilianer Ronald Barnabas Schill eigentlich nur ein armes Opfer ist. Einer Zeitung erklärte die Mutter des ins Schneetreiben geratenen Hamburger Ex-Senators: "Man weiß ja, wie das ist. Den ganzen Tag Sonne, schön am Strand liegen, und dann quatschen die da alle so rum. Und mein Ronald, der ist so gutgläubig, der sagt gleich: 'Ooch, das ist ein netter Freund.'" Dass die netten Freunde jetzt das böse Koks-Video veröffentlichten, habe ihren Ronald so arg getroffen, dass er nach einer kurzen Hamburg-Visite gleich wieder Richtung Rio flog. Wahrscheinlich ist alles ohnehin nur ein gnadenloses Missverständnis. Bereits als Senator, so Mutti, habe sich Schill auf den Auslandsaufenthalt vorbereitet: "Er wollte Spanisch perfekt können, bevor er das da braucht." Dumm nur, dass in Brasilien Portugiesisch gesprochen wird.

Aber, wie sagte schon Lothar Herbert Matthäus: "Wir dürfen jetzt nur nicht den Sand in den Kopf stecken!" Wenn sich Noch-Ehefrau Marijana daran mal gehalten hätte: Sie zettelte in dieser Woche via "Bunte" einen Rosenkrieg vom Feinsten an. In der Nachspielzeit der gescheiterten Ehe erteilte sie Loddar den Platzverweis: "Ab sofort kommuniziere bitte mit meinem Anwalt und nicht mehr mit mir", ließ die 36-Jährige nach eigener Aussage ihren Gatten wissen, als es aus war. Per SMS, wie sich das für moderne Ehen gehört. Matthäus habe ihr unter anderem vorgeworfen, sich zu sehr um ihre Kinder zu kümmern und zu gluckenhaft zu sein. Der Mann wird wissen, wovon er spricht: Seine aktuelle Geliebte Liliana ist gerade mal 20…

In Scheidungsdingen versiert ist auch Paul McCartney, der im Gegensatz zu seiner Noch-Ehefrau mit beiden Beinen im Leben steht. Der überzeugte Vegetarier posiert neuerdings für die Tierschutzorganisation Peta. Pikanterie am Rande: Tochter Mary schießt die Fotos für die Kampagne. Bis vor kurzem zierte auch McCartneys Ex Heather Mills die Plakate, bis sich Mary weigerte, sie abzulichten - Heather Mills flog raus. Den selbsternannten Gutmenschen geht es bei alledem natürlich ausschließlich um die gute Sache.

Tierischer Ärger für Prinzessin Mary

Ebenfalls tierischen Ärger bekam in dieser Woche Dänemarks Kronprinzessin Mary. In deren australischer Heimat benutzten Wollproduzenten, die ihre Merinoschafe bestialisch misshandeln, Mary als Reklameobjekt. In Dänemark hagelte es Protest. Mary, ganz konsequente Kronprinzessin, ließ sich von einem norwegischen Kürschner zum Trost erst mal einen Pelzmantel schenken. Gute Idee - ist ja nicht aus Wolle!

Lieber völlig nackt statt im Pelz für "Penthouse" posieren: Das kann nachträglich Ärger geben. So geschehen bei Laufsteg-Domina Heidi Klum, die auf Topmodel-Kandidatin Alina sauer ist: "Ich möchte so was wissen" blaffte sie die 20-Jährige an, die sich vor einem Jahr lasziv als Luder auf Leder räkelte und sich im Schlüpfer befingerte, als zufällig ein Fotograf daneben stand. "Jugendsünden", bedauerte Alina. Von Casting-Konkurrentin Gina-Lisa gab's gleich Zunder: "Ich bin hier der Porno-Star", stellte die Catwalk-Prolette klar und schraubte das Niveau der Sendung damit noch mal deutlich unter Normal Null. Gut, dass der zu leichtem Hyperventilieren neigende Bruce Darnell das alles nicht mehr erleben muss - dessen Heulkrämpfe mag man sich nun wirklich nicht ausmalen.

Gouverneur Spitzer hat 80.000 Dollar horizontal verhökert

Dabei geht der echte Porno derzeit eigentlich in New York ab, wo Gouverneur Eliot Spitzer über die 22-Jährige Kristin stolperte - und so lange liegen blieb, bis 4.300 Dollar fällig waren. Insgesamt soll der Politiker 80.000 Dollar horizontal verhökert haben - der Vertraute von Hillary Clinton musste zurücktreten. Kristin, die eigentlich Ashley heißt, sagte nach der Affäre: "Ich möchte nicht, dass man mich als Monster sieht". Keine Sorge, Schatz: Wenn "Hustler" und "Penthouse" anklopfen, wird es sich bei dir schon nicht um B-, sondern um begehrenswerte Bückware handeln.

War sonst noch was? Ja: Charles und Camilla besuchten in dieser Woche Jamaica, trommelten auf Bongos und besichtigten Bob Marleys Butze - was man als Thronfolger halt so macht. Ob sie auf der Reggae-Insel auch einen Prinz-Harry-Gedächtnis-Joint rauchten, ist nicht überliefert. Apropos Drogen: Robby Williams erklärte in der "Jeremy Kyle Show" im US-Fernsehen, künftig umschulen und Ufologe werden zu wollen. Schließlich habe er schon mehrfach Besuch von Aliens erhalten, zuletzt in einem Hotel in Beverly Hills. Nee, is' klar! Da lobt man sich doch Britney Spears, die in dieser Woche einfach mal nichts sagt und auch in ihrem neuesten Video "Break the Ice" nicht mehr selbst auftritt, sondern nur noch als Computeranimation. Besser so, Bitch!