Der Fall Ana Obregón erregt die Gemüter in Spanien: Die Schauspielerin ist biologisch die Oma der Tochter ihres verstorbenen Sohnes – und rechtlich die Mutter des von einer Leihmutter ausgetragenen Babys.
In Spanien gehört Schauspielerin Ana Obregón zu den bekanntesten Stars des Landes. Doch aktuell beherrscht sie die Schlagzeilen nicht mit einem neuen Film, sondern mit ihrem Baby. Ganz Spanien diskutiert über den Fall – wenig verwunderlich angesichts der extrem ungewöhnlichen Familienkonstellation: Eine Leihmutter hat das Kind zur Welt gebracht, rechtlich gesehen ist Obregón die Mutter. Und gleichzeitig – biologisch gesehen – auch noch die Oma des Mädchens.
Leiblicher Vater ist nämlich ihr Sohn Aless Lequio, der 2020 nach einer Krebserkrankung verstorben ist. Er wurde nur 27 Jahre alt. Obregón machte die Nachricht ihrer neuerlichen Mutterschaft auf dem Cover der spanischen Zeitschrift "Hóla" öffentlich. Für das Magazin ließ sie sich mit dem Baby ablichten. Auf Instagram postete die Schauspielerin zwei Bilder: eines mit dem Neugeborenen und eines, auf dem sie als junge Frau ihren kleinen Sohn auf dem Arm hält.
An dieser Stelle hat unsere Redaktion Inhalte von Instagram integriert.
Aufgrund Ihrer Datenschutz-Einstellungen wurden diese Inhalte nicht geladen, um Ihre Privatsphäre zu schützen.
Ana Obregón sorgt für Diskussionen in Spanien
"Wer hätte gedacht, dass ich 30 Jahre später deiner Tochter die Flasche geben würde", schrieb sie dazu. "Ich wünschte, du wärst noch hier bei uns." Aless Lequio hatte vor seinem Tod Spermien einfrieren lassen. Eine Leihmutter in den USA trug das Kind dann aus. Vater zu werden, sei der "letzte Wille" ihres Sohnes gewesen, sagte Obregón "Hóla" in einem Interview. Er habe sie und seinen Vater eine Woche vor seinem Tod darüber informiert. Lequio habe Nachkommen auf dieser Welt hinterlassen wollen, so Obregón. Ihr Sohn habe eigentlich fünf Kinder haben wollen.
Virologe Hendrik Streeck und sein Mann sind Eltern geworden
1/100
16. April 2026: Virologe Hendrik Streeck und sein Mann sind Eltern geworden
Der Virologe und CDU-Bundestagsabgeordnete Hendrik Streeck und sein Ehemann Paul Zubeil sind Eltern eines Sohnes geworden. „Ja, wir können bestätigen, dass wir Eltern geworden sind“, sagte Streeck der Zeitschrift „Bunte“. „Plötzlich ist da noch einmal ein ganz neuer Sinn in unserem Leben“, zeigte sich der frischgebackene Vater glücklich. Nach Angaben der „Bunten“ wurde das Kind im US-Bundesstaat Idaho geboren, wo sich das Paar derzeit noch aufhalte, um die Ausstellung des Reisepasses für ihren Sohn abzuwarten. Streeck ist Direktor des Instituts für Virologie an der Universität Bonn und war während der Corona-Pandemie Mitglied des Expertenrats der Bundesregierung. Bei der vergangenen Bundestagswahl gewann er als CDU-Direktkandidat den Wahlkreis Bonn und ist seit März 2025 Mitglied des Deutschen Bundestages. Im Mai 2025 wurde er zudem zum Drogenbeauftragten der Bundesregierung ernannt. Paul Zubeil, der Unterabteilungsleiter für europäische und internationale Angelegenheiten im Bundesgesundheitsministerium ist, und Streeck leben gemeinsam in Bonn. Das Paar teilte zuletzt private Eindrücke eines Island-Urlaubs auf Instagram.
In Spanien hat der Fall eine große Debatte ausgelöst, die bis in die Politik hineinreicht. Leihmutterschaft ist in dem Land nämlich verboten. Gleichstellungsministerin Irene Montero bezeichnet sie als "Gewalt gegen Frauen". An anderen Stellen bröckelt hingegen die politische Front gegen Leihmutterschaften, die konservative Volkspartei Partido Popular überlegt, sie auf unbezahlter Basis freizugeben. Es ist abzusehen, dass der Fall Obregón nicht nur die Klatschspalten noch einige Zeit lang beherrschen wird.
Da die Spermienspende erlaubt ist, lief aber alles legal ab. Obregón wird vom Gesetz mit biologischen Eltern gleichgestellt. Abgesehen von den rechtlichen Vorgaben sehen viele Stimmen aber auch ethische Probleme: Mit 68 Jahren noch einmal Mutter zu werden, sei egoistisch, werfen viele Kritiker:innen Obregón vor. Das Kind werden schon bald keine Mutter mehr haben.