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Interview

Ihre harte Kindheit: Anouschka Renzi: "Ich bin ziemlich schnell wegorganisiert worden"

Anouschka Renzi, Schauspielerin und Teilnehmerin der Vox-Show "6 Mütter", spricht im stern-Interview über die Beziehung zu ihrer Tochter, die Fehler ihrer eigenen Mutter und über ihren neuen Partner. 

Anouschka Renzi schaut in die Kamera

Anouschka Renzi ist in der dritten Staffel der Vox-Show "6 Mütter" dabei. Sie hat eine bereits erwachsene Tochter.

Frau Renzi, warum haben Sie sich entschieden, bei der Vox-Show "6 Mütter" mitzumachen?

Ich finde die Sendung für ein Reality-Format relativ respektvoll und niveauvoll. Es ist ganz schön, mal was anderes zu sehen als irgendwelche ungebildeten Menschen auf hässlichen Sofagarnituren, die sich gegenseitig anbrüllen. 

Wie würden Sie sich als Mutter beschreiben?

Also ich bin bestimmt nicht die perfekte Mama gewesen, aber ich habe mein Bestes getan. Ich hatte es nicht immer leicht, gerade wegen meines Berufs und weil ich die meiste Zeit allein war. Ich habe mich von dem Vater meiner Tochter getrennt und der hat sich dann komplett rausgezogen. Ich glaube, dass ich sehr viel Liebe gebe. Dass ich versucht habe, Dinge, die ich in meiner Kindheit vermisst habe, meiner Tochter zu geben. Zumindest, dass sie in der gleichen Stadt leben kann und nur zwei Mal umziehen musste. Dass sie eben nicht ständig einen Schulwechsel mitmachen muss. Trotzdem war es schwierig, weil ich öfter mal weg sein musste und auch mal Kindermädchen organisieren musste. Perfekt war es bestimmt nicht. Aber das konnte ich auch nicht garantieren.   

Sie haben eben angesprochen, dass Sie Dinge anders machen wollen als Sie es in Ihrer Kindheit erlebt haben. Sind Sie viel umgezogen?

Umgezogen eigentlich nicht, wir hatten ein Haus in Berlin und in Südfrankreich, also schon feste Wohnsitze. Aber ich war nie Zuhause, sondern ich war immer, immer, immer im Internat. In wechselnden. Ich bin halt ziemlich schnell wegorganisiert worden. Weil beide Elternteile ununterbrochen gearbeitet haben. 

Und das haben Sie negativ in Erinnerung?

Ich war zu klein. Ich denke, wenn man mit 15 Jahren ins Internat kommt, ist das noch was anderes. Aber ich war acht. Und das fand ich nicht schön.

Wie würden Sie Ihre Mutter beschreiben, wenn Sie sich zurückerinnern?

Meine Mutter hat mich mit knapp 19 Jahren bekommen und ich glaube, sie war zu sehr mit ihrer Karriere, die bombastisch schnell losging, beschäftigt. Ich glaube schon, dass sie mich sehr geliebt hat, daran habe ich nie gezweifelt. Aber meine Mutter war noch nicht so weit. Sie wusste nicht so recht, wo sie die Zeit und die Aufmerksamkeit hernehmen soll. Sie brauchte sie für ihre Ehe, ihre Karriere. Sie war sehr, sehr ich-bezogen. Das war einfach so. Trotzdem habe ich sie sehr geliebt und sie mich auch.

Und als sie dann die Nähe extrem suchte, war es aber schon vorbei. Wenn man das in der Kindheit nicht anlegt, ist das später eben nicht vorhanden. Dann lernt man halt sich mit sich selbst anzufreunden. Und dann akzeptiert man auch nicht, dass die Mutter, nur weil sie gerade selbst einsam ist oder es ihr nicht gut geht, auf einmal ganz doll die Nähe sucht. Als ich schon 30 war. Das muss schon vorher aufgebaut werden. 

Die Beziehung zwischen Ihnen war also nicht so innig. Welche Beziehung haben Sie zu Ihrer Tochter Chiara?

Eine sehr enge, innige, manchmal auch sehr exklusive, aber so ist das nun mal manchmal. Jetzt bin ich zum Beispiel zweieinhalb Monate in Frankfurt. Da haben wir uns nur zwei Mal gesehen, das war schon hart. Ein Mal Weihnachten zwei Tage. Und das war nicht so schön. Aber gut, das muss mal sein. Dafür bin ich jetzt, wenn ich zurückkomme, erst mal zweieinhalb Monate da. 

Und dann wird viel Zeit zusammen verbracht?

Ja, dann kommt sie auch und schläft bei mir. Es ist noch sehr eng. Aber ich denke mal, das wird sich irgendwann ändern. Aber muss ja auch nicht, mal sehen.

Was macht Ihre Tochter beruflich? Ist sie hauptberuflich als Model unterwegs? 

Ja, sie modelt ab und zu, aber das ist nicht ihr Hauptberuf. Sie holt gerade ihr Abitur nach, das sie im vergangenen Jahr nicht geschafft hat. 

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Sie haben sich einst für den "Playboy" ausgezogen. Würde Ihre Tochter das auch wollen, was hielten Sie davon?

Der deutsche "Playboy" ist ja sehr harmlos. Zumal, wenn Promis darin zu sehen sind. Auch Andrea Sawatzki oder Katarina Witt haben es gemacht. Alle eigentlich. Es heißt ja nicht, dass man als Playmate arbeitet. Ich finde es zwar theoretisch nicht so gut. Man sollte sich nicht nur über seinen Körper definieren. Und dass man sich nur als Objekt der Begierde zeigt. Aber ich glaube, der Hauptgrund ist ja auch der finanzielle, warum man sich für den "Playboy" auszieht. Da machen wir uns mal nichts vor. 

Was steht bei Ihnen dieses Jahr beruflich noch an?

Jetzt im Moment spiele ich in Frankfurt Theater und dann spiele ich im Mai, Juni und Juli in Köln Theater. Außerdem steht im April ein Krimi an. Das war es erst mal. Viel Theater eben.

Und wenn Sie an Ihre bisherige Laufbahn zurückdenken: Gibt es etwas, das Sie aus heutiger Sicht damals anders gemacht hätten?

Ich wäre auf jeden Fall aus heutiger Sicht damals nicht so offen mit der Presse umgegangen. Ich hätte mich auch nicht dafür entschieden die meiste Zeit in Deutschland zu sein. Ich habe ja sehr viele gute Fernsehproduktionen und auch Theaterproduktionen in Frankreich gemacht und ich hätte mein Leben wohl stärker nach Frankreich verlegt. Ich bin ja dort auch groß geworden. Das habe ich damals aber nicht gemacht, weil Chiara kam. Dann bin ich halt sesshaft geworden in Berlin.

Von dem Moment an habe ich mich nicht mehr so um meine Karriere gekümmert. Gar nicht. Ich hab dann nur noch gearbeitet, wenn's ging, damit Geld reinkommt. Aber ich habe dann nicht mehr so einen Karriereplan verfolgt. Es sind doch wirklich immer die Frauen, die das so machen. Das würde kein Mann so machen! Ich glaube ja auch: Die stärkste Bindung eines Kindes ist die zur Mutter. Es ist zwar sehr schade, dass Chiara keinen Kontakt zu ihrem Vater hatte. Ich glaube auch, dass da was fehlt, aber es wäre hundert Mal schlimmer, wenn sie mich nicht gehabt hätte. 

Wo Sie schon das Thema Männer ansprechen: Es heißt, Sie haben seit einiger Zeit einen neuen Mann an Ihrer Seite. Ist das noch aktuell?

Ja, aber es ist ja nicht mein Lebensgefährte. Es ist eher ein Freund. Es ist wirklich eher eine Freundschaft. Wir sehen uns manchmal wochenlang nicht. Er ist ja auch Schauspieler. Deshalb habe ich es auch so lange nicht gesagt, weil ich nicht wirklich sicher bin, dass das jetzt der Mann ist, mit dem ich alt werden möchte. Er ist mehr ein Vertrauter, natürlich auch Lover. Aber wir leben nicht zusammen. Und wir werden auch nicht zusammen leben. Es ist eine "erwachsene" Beziehung. 

Dann ist also das Thema Hochzeit erstmal nicht spannend für Sie?

Nein, überhaupt nicht. 


"6 Mütter" läuft immer montags um 20.15 Uhr bei Vox. Bei der dritten Staffel mit dabei sind Anouschka Renzi, Jessica Stockmann, Sila Sahin-Radlinger, Sarah Kern, Ute Lemper und Elna-Margret Prinzessin zu Bentheim und Steinfurt.

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