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Auszeichnung: Bono wird Ritter

Der Sänger der Rockband U2, Bono Vox, wird für seine Arbeit für humanitäre Zwecke zum Ritter des britischen Königreichs geschlagen. "Sir Bono" wird er allerdings nicht heißen.

U2-Sänger Bono wird für seinen Einsatz im Kampf gegen die Armut zum britischen Ritter geschlagen. Die Ehrung wird von Königin Elizabeth II. auf Vorschlag der Regierung verliehen. Ein Sprecher des 46-jährigen irischen Sängers sagte nach einer Meldung der britischen Nachrichtenagentur PA, Bono sei über die Auszeichnung hoch erfreut. Er solle sie nach dem Jahreswechsel aus der Hand des britischen Botschafters in Dublin, David Reddaway, erhalten.

Bono folgt Bob Geldof

"Sir Bono" darf sich der U2-Sänger danach aber nicht nennen, weil dieser Titel ausschließlich britischen Bürgern vorbehalten ist. Bono, der mit bürgerlichem Namen Paul Hewson heißt, wurde 2003 vom französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac in die Ehrenlegion aufgenommen und 2005 vom US-Magazin "Time" zum "Mann des Jahres" gekürt.

Mit dem Ritterschlag im Auftrag von Königin Elizabeth II. tritt er in die Fußstapfen von Bob Geldof, der 1986 für seinen Live-Aid-Einsatz für Hungernde in Afrika ausgezeichnet wurden. Geldof und Bono organisierten im vergangenen Jahr ein weiteres Live-Aid-Konzert und erreichten bei den Teilnehmern des G-8-Gipfels in Gleneagles einen Schuldenerlass für afrikanische Länder.

Blair dankt Bono

Der britische Premierminister Tony Blair ging darauf in einem Brief an Bono ein. "Ich weiß aus Gesprächen mit Ihnen, wie sehr Sie sich dafür einsetzen. Ich weiß auch, wie kenntnisreich Sie bezüglich der Probleme sind, mit denen wir konfrontiert sind, und wie entschlossen Sie sind, diese zu überwinden. Sie haben unermüdlich Ihre Stimme für Afrika erhoben." Dafür wolle er Bono persönlich danken: "Ohne Ihren persönlichen Beitrag hätten wir nicht die Ergebnisse erreicht, die wir erreicht haben."

Der Name Bonos wurde vor der Bekanntgabe der Liste mit allen Auszeichnungen zum neuen Jahr bekannt gegeben. Ein Sprecher des Londoner Außenministeriums sagte dazu, diese Dinge würden flexibel gehandhabt. "Die Königin kann sie jederzeit vornehmen."

DPA / DPA