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Ex-Tennisstar: Boris Becker: "Ich bin nach wie vor sehr gut im Geschäft"

Seit Monaten berichten Medien über Schulden und ein Insolvenzverfahren. Im Interview mit der "Gala" schildert Boris Becker nun seine Sicht der Dinge - und erzählt, wie sich die Probleme auf sein Privatleben ausgewirkt haben.

Boris Becker

Boris Becker hat mit der "Gala" über seine finanzielle Situation gesprochen.

Monatelang hatte er geschwiegen zu den Berichten über das gegen ihn laufende Insolvenzverfahren und den hohen Schuldenberg, der ihn angeblich drückt. Doch nun geht zum Gegenangriff über. Im Gespräch mit der Schweizer Tageszeitung "NZZ" behauptete der frühere Tennisprofi vor zwei Wochen: "Es ist falsch, dass ich pleite bin" und "Ich schulde Herrn Cleven kein Geld." Als wäre alles in bester Ordnung, behauptete er: "Der Name Boris Becker ist heiß."

Ähnlich realitätsfern hat sich Becker nun auch in der "Gala" geäußert. Auch hier spielte der jüngste Wimbledon-Sieger aller Zeiten seine Probleme runter: "Grundsätzlich möchte ich festhalten, dass ich nach wie vor sehr gut im Geschäft bin und weiterhin gut dotierte Verträge habe", sagte Becker dem Magazin. "Was mein in England angeht, nähern sich die Parteien in außergerichtlichen Schlichtungsgesprächen und sind bemüht, eine gütliche Lösung zu finden."

Die finanziellen Probleme hätten allerdings Auswirkungen auf sein Privatleben gehabt: "Nur in Krisenzeiten lernt man seine wahren Freunde und Feinde kennen. Es hat sich seit dem 21. Juni viel bei mir verändert - alles, was an Jungfräulichkeit da war, das ist jetzt vorbei." Er sei heute vorsichtiger als früher.

Boris Becker sieht die Krise als Chance

Die Probleme hätten zeitweise auch das Verhältnis zu seiner Ehefrau Lilly belastet, so Becker. Es hätte zwar keinen Streit gegeben, dafür aber ehrliche und laute Diskussionen. "Natürlich habe ich dann die Wahrheit gesagt, die der andere manchmal aber nicht hören möchte." 

Für die ganze Familie sei diese Zeit schwierig gewesen: "Meine Mutter, meine Schwester, meine Kinder, meine Frau, die mitunter belästigt wurden, die Dinge über mich lesen mussten, die respektlos waren, die nicht stimmen." Letztlich habe die ganze Affäre die Familie aber noch fester zusammengeschweißt.

Boris Becker sieht in der kritische finanzielle Situation kein Problem - sondern die Chance zum Neuanfang: "Ich häute mich noch einmal. Ich räume gerade mit den letzten 18 Jahren auf, ganz und gar, und kann jetzt mit 50 noch einmal neu und frei beginnen."


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