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Auf dem Weg zum Bayern-Spiel: Boris Becker will Stau durch Wald umfahren und wird vom Förster ausgebremst

Doppeltes Pech für Boris Becker. Ein Förster stoppte den Wagen des 51-Jährigen am Mittwoch auf einem Waldweg. Er wollte einen Stau umfahren, um den Zug nach München zu erwischen. Dort erlebte der bekennende Bayern-Fan dann eine weitere Pleite.

Sport Deutschland Boris Becker droht Anzeige

Boris Becker hatte am Mittwoch nicht viel zu lachen. Erst stoppte ihn ein Förster, weil er verbotenerweise durch einen Wald fuhr, dann folgen seine Bayern im Achtelfinale der Champions League raus.

Getty Images

Verärgert stoppt der Remchinger Gemeindeförster Thomas König am Mittwochabend auf einem Waldweg einen Pkw. Der Grund ist ganz einfach: Für private Fahrzeuge ist dieser Weg tabu. Wie der "SWR" zuerst berichtete, diskutiert er zunächst mit dem Fahrer des Wagens. Etwas später sei Boris Becker ausgestiegen und habe ihm erklärt, dass er dringend einen Zug in Karlsruhe erreichen müsse, zitierte der SWR den überraschten Förster. Demnach räumte der 51-Jährige dann noch einige Äste zur Seite und forderte seinen Chauffeur auf, weiterzufahren.

Waldweg statt Autobahn - warum eigentlich?

Einen Promi-Bonus bekommt Becker von der Gemeinde Remchingen nicht. Wie die "Bild" berichtet, drohen ihm und seinem Fahrer neben einer Anzeige "wegen unzulässigem Fahren im Wald" auch ein Bußgeld von bis zu 2500 Euro. Doch warum nahm Becker überhaupt den holprigen Weg durch den Remchinger Forst? Ein Lkw hatte auf der A8 zwischen Pforzheim und Karlsruhe mehrere tausend Liter schmierige Tenside auf der Fahrbahn verloren - wegen den Reinigungsarbeiten staute sich der Verkehr zum Teil auf einer Länge von 15 Kilometern. Das nervte Becker, war er doch vom Fernsehsender Sky fest für die Live-Übertragung des Champions-League-Krachers zwischen Bayern München und dem FC Liverpool eingeplant. Um pünktlich im Studio zu sein, musste der Tennis-Star den Zug nach München erwischen. Ein Teil seiner Gage wird nun wohl für das Bußgeld draufgehen. 

Becker: "Förster stand mit Kettensäge vor mir"

Becker selbst amüsierte sich später im Studio noch über den Vorfall im Wald. "Der Förster stand mit einer Kettensäge vor mir. Das wäre fast blutig ausgegangen", witzelte der bekennende Bayern-Fan. Nach der 1:3-Niederlage und dem verdienten Aus im Achtelfinale war Becker dann nicht mehr zum Scherzen aufgelegt.

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