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Podcast "Paardiologie": Charlotte Roche erzählt von den Tinder-Erfahrungen – für ihren Mann ist das kaum zu ertragen

Mit Erlaubnis ihres Mannes hat sich Charlotte Roche bei Tinder angemeldet. In dieser Woche berichtete sie von ihren Erfahrungen auf der Dating-Plattform. Das war für ihren Partner nur schwer auszuhalten.

Charlotte Roche

Charlotte Roche hat sich bei Tinder angemeldet.

DPA

Ihr Ehemann war von Anfang an wenig begeistert von der Idee. Es laufe doch alles so gut, da brauche man keine neue Baustelle. Charlotte Roche wollte sich aber unbedingt bei Tinder anmelden, um ihren Marktwert schätzen zu lassen. Und so gab Martin Keß schließlich nach und schob seine Einwände beiseite.

Eine Woche später bekommt er nun die Konsequenzen zu hören. In der neuen Ausgabe des Beziehungspodcasts "Paardiologie" fragt er seine Frau nach ihren Erfahrungen mit der Datingplattform. Roche verweigert zunächst die Antwort und kontert mit einer Gegenfrage: "Verkraftest du die ganze Wahrheit?"

Charlotte Roche und ihr Dilemma

Dann legt sie los und schildert ihr Dilemma. Da sie eine verheiratete Frau sei, schieden bei ihrer Suche alle Männer aus, die auf Tinder die große Liebe suchten. Übrig blieben jene, die nur auf schnellen Sex und einen One-Night-Stand aus seien – was sie ja auch nicht sucht. "Du bist eine tinderwillige Frau gefangen im Körper einer bekannten Verheirateten", kommentiert Keß diesen Zwiespalt.

Tatsächlich hat Roche das Problem, dass sie zu berühmt sei und von vielen erkannt würde. Sie sei sogar schon gefragt worden, ob sie auf Tinder nur aus Recherchegründen sei.

Doch die Moderatorin hat noch ein anderes Problem mit der Dating-App: Sie wünsche sich eigentlich, dass die Matches nach gemeinsamen Interessen, dem Musikgeschmack und sonstigen Vorlieben zustande kämen. Doch stattdessen funktioniere das Netzwerk ausschließlich über das Foto: ja oder nein. Tinder sei eben kein Poesie-Album, wendet ihr Ehemann ein. Doch offenbar scheint sie genau das zu suchen.

Martin Keß findet das billig

Eigentlich, gesteht Charlotte Roche, habe sie ein bisschen gehofft, dass sie ihren Mann auf Tinder finde, "und dann kann man das aufhören, weil wir uns getroffen haben". Da muss Keß doch einschreiten: "Das ist ein richtig billiges Drehbuch. Die Vorstellung, dem Ehepaar ist langweilig und dann probieren sie mal Tinder aus und am Ende sind sie wieder zusammen: Das würde Disney noch nicht mal als animierten Tierzeichentrickfilm machen, weil es so cheesy ist."

Klarer Punkt für den Medienmanager, der seiner Frau am Ende gehörig die Leviten liest: Sie könnte ohne eine Erregung, die von außen herrührt, nicht klarkommen. "Vielleicht müsstest du mal am Alltag arbeiten." Es gebe zu wenig Normalität in ihrem Leben. "Normalität und Langeweile zu akzeptieren, ohne gleich zu denken, dass du irgendwas verpasst."

Ob sich Charlotte Roche das zu Herzen nehmen wird? Zweifel sind angebracht. Und so wird sie wohl auch in Zukunft weiter von ihren Tinder-Erfahrungen berichten. Auch wenn dies für ihren Mann nur schwer erträglich ist.

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