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Symbol des Friedens Der Dalai Lama wird 85: Zum Geburtstag feiert er sein musikalisches Debüt

Sehen Sie im Video: Dalai Lama feiert Geburtstag: Seine Heiligkeit wird 85. Der Dalai Lama feiert seinen 85. Geburtstag. Seine Heiligkeit, wie das spirituelle Oberhaupt Tibets offizielle genannt wird, musste jedoch auf größere Feierlichkeiten verzichten. Per Videokonferenz sprach er mit Anhängern und empfing Glückwünsche führender Persönlichkeiten aus der ganzen Welt. Nur einige wenige Mönche nahmen an einer Feier teil, die in der Bergstadt Dharamsala im Norden von Indien ausgerichtet wurde. Der Dalai Lama wurde bereits im Alter von zwei Jahren als die Wiedergeburt seines Vorgängers aufgefunden und erhielt im Jahr 1940 offiziell seinen Titel. Der Dalai Lama wurde 1989 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Nach einer missglückten Rebellion gegen die chinesische Herrschaft Tibets, war das geistliche Oberhaupt 1959 nach Indien ins Exil gegangen. Die Unterstützer des Nobelpreisträgers betreiben eine Exilregierung und fördern die Autonomie Tibets mit friedlichen Mitteln. Viele Tibeter fürchten, dass ihre Hoffnung auf ein von China unabhängiges Tibet nach Ableben des jetzigen Dalai Lamas endgültig zunichte gemacht würden. Für China ist der Dalai Lama nicht nur ein gefährlicher Separatist, die Volksrepublik reklamiert auch das Recht darauf, den nächsten Dalai Lama zu bestimmen. Viele Tibeter sehen darin den Versuch Chinas, mehr Einfluss auf Tibet auszuüben.
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Zu seinem 85. Geburtstag möchte der Dalai Lama den Menschen auf eine neue Art helfen. Außerdem verriet das spirituelle Oberhaupt der Tibeter, warum er in seinem Alter noch so fit ist.

Der Dalai Lama, das geistliche Oberhaupt der tibetischen Buddhisten, musste bereits 1959 vor den chinesischen Kommunisten fliehen. Noch immer lebt er im Exil. Im indischen Dharamsala am Fuße des Himalajas ließ er sich nieder, reiste Versöhnung predigend um die Welt und besuchte dabei immer wieder gerne Deutschland. An diesem Montag wird der Friedensnobelpreisträger, der 2011 seine politischen Aufgaben niederlegte, 85 Jahre.

Er sei mit 85 noch körperlich sehr gesund, schrieb der Dalai Lama auf Facebook. "Ich glaube, dass das so ist, weil mein Geist friedlich ist, nachdem ich Altruismus geübt habe." Sein Leben habe etwas Nutzen gebracht. Für viele Menschen ist der buddhistische Lehrer ein Symbol des Friedens, der Harmonie und des gewaltlosen Widerstands der Tibeter gegen China. Fünf Fakten zu ihm und seinem Tag:

Spätes musikalisches Debüt

Zum Geburtstag veröffentlicht der Dalai Lama sein erstes Album überhaupt – mit Mantras, Lehren und Musik. Es heißt "Inner World" ("Innere Welt") und die Idee dazu hatte seine langjährige Schülerin, die Musikerin Junelle Kunin aus Neuseeland.

Der Dalai Lama sagte: "Der Sinn meines Lebens ist es, so sehr zu dienen, wie ich kann. Musik kann Menschen auf eine Art helfen, wie ich das nicht kann." Musik könne mehr Menschen mit der Nachricht erreichen, dass die wahre Quelle des Glücks Warmherzigkeit und Sorge für andere sei. In den Titeln geht es um Mitgefühl, Mut, Heilung, Weisheit, Reinigung, Schutz, Kinder und Menschlichkeit. Kunin und ihr Mann Abraham hatten das Album mit einem kleinen Team in Neuseeland produziert: Er komponierte die Musik und spielte mehr als 30 Instrumente selbst, hinzu kamen andere Künstler aus der ganzen Welt.

Der Dalai Lama begrüßt Studenten des IIM (Indian Institute of Management) während seines Besuchs
Am 06. Juli wird der Daila Lama 85 Jahre. Zu seinem Geburtstag schenkt das spirituelle Oberhaupt der Tibeter der Welt etwas, was er zuvor noch nie getan hat
© Sanjay Kumar / PTI / DPA

Reinkarnation: Entdeckt als Zweijähriger

Als der Bauernsohn Lhamo Dhondup gerade mal zwei Jahre alt war, sahen buddhistische Gelehrte in ihm die Wiedergeburt seines verstorbenen Vorgängers und er wurde in Klöstern ausgebildet. So will es die Tradition der Wiedergeburt großer Lehrer im Buddhismus Tibets. Stirbt ein spiritueller Führer, wird ein Kind als Nachfolger gesucht. Dabei zählen alte Regeln, Rituale und Anweisungen des Verstorbenen. Bisher waren alle 14 Dalai Lamas tibetische Männer. Aber der jetzige Dalai Lama sagt, dass er sich auch eine Nachfolgerin verstellen könne. Einst scherzte er, vielleicht werde er als "neckische blonde Frau" zurückkommen.

Der Dalai Lama als Friedensnobelpreisträger

Bereits mit 15 Jahren führte der Dalai Lama sein Volk als spirituelles und politisches Oberhaupt an, als die Chinesen in Tibet einmarschierten. Nach Jahren des Widerstands sah er sich zur Flucht nach Indien gezwungen. Rund 80.000 Landsleute folgten ihm. In Indien schufen sie sich ein kleines Tibet mit Tempeln und bunten Flaggen. Der Dalai Lama wirbt für die Rechte der Tibeter und will für sie im Dialog mit China kulturelle und religiöse Freiheiten innerhalb der Volksrepublik erreichen. Für seinen versöhnlichen Einsatz wurde er mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Doch die chinesischen Behörden sehen ihn als Separatisten, der Chinas absoluten Anspruch auf die riesige Gebirgsprovinz Tibet gefährdet, und verbieten ihm seit seiner Flucht vor mehr als 60 Jahren die Heimkehr.

Täglich strömen unzählige neue Informationen auf uns ein. Nie war die Möglichkeit ständig und immer miteinander über zu kommunizieren größer als in unserer heutigen Zeit. Orte, an denen es ruhig ist und an denen wir nicht sprechen, sind zunehmend Luxus. Dabei ist Stille Umweltforschern zufolge ein Grundbedürfnis des Menschen. 5 Gründe, warum es sich lohnt, öfter still zu sein.   1.  Größere Sensibilität  Wird es still um uns, beginnen wir den Fokus stärker auf die eigene Wahrnehmung zu lenken. Körperliche Anspannungen treten wieder in unser Bewusstsein. Dem eigenen Gedankenfluss zuzuhören, hilft Vergangenes zu verarbeiten. Gefühle, die sonst im Verborgenen bleiben, treten an die Oberfläche. Kurzum: Stille kann ein Schritt zur Selbstreflexion sein.    2. Stille macht gesund Laute Geräusche wirken wie Stress auf den Körper. Die mögliche Folge: Schlafprobleme, Herz-/Kreislaufprobleme und andere Folgeerkrankungen. An stillen Orten hat der Körper die Möglichkeit, Cortisol, Noadrenalin und andere Stresshormone abzubauen und zu entspannen.  3. Mehr „Aha“-Momente Wenn man sich lange einem Problem widmet und dann eine Pause einlegt, fällt einem die Lösung oft zu.  Dieser Ablauf ist ein bekannter psychologischer Prozess. Er wird auch Inkubationseffekt genannt. Pausen und Stille kurbeln die Kreativität an.  4. Entspannung wird durch Stille noch entspannter    Stille kann entspannende Aktivitäten, noch entspannender machen: Das legt eine Studie nahe, die das Stresslevel von 24 Probanden beim Musikhören erfasst hat. Das erstaunliche Ergebnis: Während der zweiminütigen Pausen zwischen den Musikstücken, war der Entspannungseffekt bei den Zuhörern am größten. 5. Schweigen lässt das Gehirn wachsen Das Gehirn wächst, wenn wir schweigen. Forscher haben das bei Menschen beobachtet, die täglich meditieren. Bei den Probanden bildeten sich neue Zellen im Hippocampus, einem Bereich im Kopf, der für unser Gedächtnis wichtig ist.
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Frühaufsteher und Vegetarier

Um 3 Uhr morgens wacht das geistige Oberhaupt der Tibeter täglich auf, wie auf seiner Internetseite steht. Er dusche und bete sowie meditiere dann bis 5 Uhr. Dann folge nach einem Spaziergang – oder wenn es regnet, einem Lauf auf dem Laufband – das Frühstück. Meist gebe es Porridge, Brot mit Marmelade und Tee. Dann folgten mehr Meditation und das Studium religiöser Texte. Er sei eigentlich Vegetarier, esse auf Reisen aber auch mal Nichtvegetarisches. Am Nachmittag sei er dann im Büro und gebe zum Beispiel Audienzen und um 19 Uhr mache er sich fürs Bett bereit.

Geburtstag in Corona-Zeiten: Prominente Glückwünsche

Zum 85. Geburtstag gibt es hauptsächlich virtuelle Feiern, wie auf der Internetseite der tibetischen Exilregierung in Indien steht. Einige Würdenträger gratulieren per Videobotschaft. Der frühere US-Präsident George W. Busch etwa sagte in einem Video der Exil-Regierung: "Ich bewundere Dich, ich mag Dich und ich liebe Dich." Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier sagte im Video: "Wir wünschen, dass Du gesund bleibst und das Beste für die Zukunft."

meh DPA

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