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Freddie Prinze Jr. über Kiefer Sutherland: "Er ist der unprofessionellste Typ der Welt"

Alkohol, Star-Allüren, Unpünktlichkeit: Schauspieler Kiefer Sutherland ist nach Meinung von Freddie Prinze Jr. ein höchst unangenehmer Kollege am Filmset.

Von Frank Siering, Los Angeles

Dass Kiefer Sutherland gerne mal feiert, ist in der Branche bekannt. Der Star der TV-Serie "24" macht keinen Hehl daraus. "Ich kippe mir gerne mal einen hinter die Binde", sagte der Sohn von Hollywood-Legende Donald Sutherland vor einiger Zeit in einem Interview.

Doch jetzt scheint der Alkoholgenuss einem seiner Kollegen arg aufgestoßen zu sein. In den USA gab sein ehemaliger "24"-Kollege Freddie Prinze Jr. jetzt ein Radio-Interview, das es in sich hatte.

Normalerweise herrscht in Hollywood die Regel, dass Kollegen niemals öffentlich übereinander herziehen, egal, wie schlimm die Zusammenarbeit am Set auch gewesen sein mag. Freddie Prinze Jr. scheint diese Vereinbarung ziemlich egal zu sein.

Freddie Prinze Jr. dachte ans Aufhören

"Es war schrecklich, ich habe jeden Moment gehasst", sagte Prinze Jr. über die gemeinsame Drehzeit mit Kiefer Sutherland. Die beiden standen 2010 für die Echtzeitserie "24", in der Sutherland den Anti-Terror-Agenten Jack Bauer spielt, vor der Kamera.

"Ich wollte die Schauspielerei danach aufgeben. Deshalb hab ich auch eine lange Pause eingelegt", sagte Prinze Jr. Demnach sei Sutherland einer der "unprofessionellsten Typen der Welt", so der Sohn des verstorbenen Komikers Freddie Prinze.

Er habe keine Probleme, diese Aussagen öffentlich zu wiederholen. Schließlich habe er es seinem Kollegen Sutherland auch "direkt ins Gesicht gesagt". "Ich glaube, jeder, der schon einmal mit ihm zusammenarbeiten musste, hat dasselbe Gefühl", sagte Freddie Prinze Jr.

Was genau vorgefallen ist zwischen Prinze Jr. und Sutherland bleibt unklar, aber eine Quelle, die Prinze Jr. angeblich sehr nahe steht, sagte dem Klatschportal TMZ.com, dass Alkohol eine große Rolle gespielt habe.

Demnach sei Sutherland oftmals betrunken am Set erschienen, habe stundenlang in seinem Wohnwagen gesessen und die anderen Schauspieler - auch Prinze Jr. - warten lassen. Außerdem sei der 47-Jährige sehr launisch und habe auch schon mal den ein oder anderen ohne driftigen Grund feuern lassen.

Prinze Jr. lästert über Sutherlands Größe

Sutherlands Manager reagierte auf die forschen Aussagen von Prinze Jr., der angeblich sogar im Gespräch war, die Rolle von Agent Jack Bauer zu übernehmen, mit der Aussage: "Kiefer hat vor fünf Jahren mit Freddie Prinze Jr. gearbeitet. Erst jetzt hören wir das erste Mal von der Kritik". Der Manager weiter: "Kiefer hat gerne mit Freddie gearbeitet und wünscht ihm alles erdenklich Gute."

Ein Vertreter von Fox, dem Sender, bei dem die Serie in den USA ausgestrahlt wurde, fügte hinzu: "Kiefer erwies sich während der Produktion als echter Profi und wurde von allen Mitarbeitern geliebt."

Doch zu einer echten Männerfreundschaft zwischen Prinze Jr. und Sutherland dürfte es wohl nach diesen Aussagen von Prinze Jr. nicht mehr kommen. Zumal der Schauspieler noch ein weiteres Mal Öl ins Feuer goss: "Nach der Serie habe ich mit Vince McMahon gearbeitet. Der war wenigstens cool und groß. Bei dem musste ich nicht meine Schuhe ausziehen, wenn ich eine Szene mit ihm gedreht habe wie bei '24'. Meine Güte, stellt Sutherland auf eine Apfelkiste. Ihr wisst doch, dass ich 1,85 Meter groß bin und er gerade mal 1,75 Meter misst", so Prinze Jr.