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Botschaft an Kramp-Karrenbauer: Guido Maria Kretschmer wünscht AKK, "dass sie mal zwei schwule Söhne bekommt"

Guido Maria Kretschmer spricht in einem Interview über seine Homosexualität. Außerdem hat er eine Botschaft an CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer.

Guido Maria Kretschmer auf dem roten Teppich

Guido Maria Kretschmer hat eine Botschaft an Annegret Kramp-Karrenbauer

DPA

Guido Maria Kretschmer gehört zu den bekanntesten Designern des Landes und ist seit Jahren gut im Geschäft. Privat läuft es für ihn mindestens genauso gut: Seit vielen Jahren ist er mit seinem Lebensgefährten Frank Mutters zusammen, seit 2018 auch verheiratet. Mit seiner Homosexualität ist er schon immer offen umgegangen. In einem Interview mit dem Portal "Der Westen" spricht er nicht nur darüber, sondern hat noch eine Botschaft an CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer.

"Es ist mir unbegreiflich, wie man sich heute hinstellen kann und sagen kann, die Ehe zwischen Mann und Frau ist heilig. Es wird doch keinem etwas genommen, es wird nur Menschen etwas geschenkt", sagt der Designer über die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern. "Ich habe nichts gegen Frau Kramp-Karrenbauer, aber ich wünsche ihr sehr, dass sie mal zwei schwule Söhne bekommt, das wäre mein größter Traum. Dann würde sie spüren, was das mit einem macht, wenn der Sohn darum bittet, heiraten zu können", sagt Guido Maria Kretschmer weiter.

Annegret Kramp-Karrenbauer steht Home-Ehe negativ gegenüber

Zum Hintergrund: Annegret Kramp-Karrenbauer hat eine negative Haltung gegenüber der Home-Ehe. In einem Interview mit der "Saarbrücker Zeitung" aus dem Jahr 2015 hatte die CDU-Chefin sie sogar mit Inzest und Polygamie gleichgesetzt: "Wenn wir diese Definition öffnen in eine auf Dauer angelegte Verantwortungspartnerschaft zweier erwachsener Menschen, sind andere Forderungen nicht auszuschließen: etwa eine Heirat unter engen Verwandten oder von mehr als zwei Menschen."

Für ihre Aussagen hatte "AKK" nicht nur starke Kritik, sondern auch eine Strafanzeige wegen Volksverhetzung und Beleidigung bekommen. Ihre ablehnenden Position gegenüber der "Ehe für alle" hat Kramp-Karrenbauer bis heute beibehalten. Das bedauert Guido Maria Kretschmer: "Sie hat ja nicht gesagt: 'Gut, ich hab mich da etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt.' Sie bleibt dabei. Deswegen hoffe ich sehr, dass das nicht Schule macht." Da Annegret Kramp-Karrenbauer schon drei erwachsene Kinder hat, wird sich Guido Maria Kretschmers Wunsch nach den homosexuellen Söhnen wahrscheinlich nicht mehr erfüllen. Da muss er wohl auf die Enkel hoffen.  

Verwendete Quellen: DerWesten / Saarbrücker Zeitung

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maf