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Heath Ledger: Ratlosigkeit nach Autopsiebericht

Nach dem Tod von Heath Ledger hat eine erste Autopsie keine Klarheit über die Todesursache gebracht. Ledgers Familie wies jedoch Spekulationen über einen möglichen Freitod energisch zurück.

Bei einer ersten Autopsie des am Dienstag leblos aufgefundenen Hollywood-Schauspielers Heath Ledger konnte keine konkrete Todesursache festgestellt werden. Die Ergebnisse seien "unschlüssig", berichtetet ein US-Fernsehsender am Mittwoch in New York. Weitere Tests können bis zu zwei Wochen dauern, hieß es. Dabei soll beispielsweise fest gestellt werden, ob der Australier eventuell an einer nicht diagnostizierten Herzschwäche gelitten habe.

Der 28 Jahre alte Hollywoodstar war am Dienstagnachmittag in seiner New Yorker Wohnung von einer Masseurin und einer Haushälterin tot gefunden worden. Neben seiner Leiche seien verschreibungspflichtige Tabletten gefunden worden, wie ein Polizeisprecher dem Magazin "People" bestätigte. Es gebe aber keine offensichtlichen Hinweise auf einen Selbstmord.

Die Familie wies Spekulationen über einen möglichen Freitod energisch zurück. Sein Tod sei ein Unglücksfall, erklärte sein Vater Kim Ledger in Perth. Ledgers Sprecherin bat die Presse, aus Respekt vor den Angehörigen nicht über die Todesursache zu spekulieren.

Große Anteilnahme

Der Schauspieler und Regisseur Mel Gibson erklärte zum Tod von Ledger: "Ich hatte so große Hoffnungen für ihn." Es sei ein tragischer Verlust, dass er in so jungem Alter sein Leben verloren habe. Schauspielerin Nicole Kidman meinte, es sei eine "schreckliche Tragödie", und sprach der Familie Ledgers ihr Beileid aus. Der australische Ministerpräsident Kevin Rudd sagte, das Land habe einen seiner größten Schauspieler verloren. Cate Blanchett, die mit Ledger im Bob-Dylan-Film "I'm Not There" spielte, erklärte, sie trauere mit seiner Familie.

Ledger wurde am 4. April 1979 in der australischen Stadt Perth geboren. Schon im Alter von zehn Jahren spielte er dort in einem Amateurtheater. Mit 16 verließ er die Schule und zog nach Sydney, mit 19 ging er nach Los Angeles. Zuletzt zog er dem Glamour in Hollywood jedoch ein Bohème-Leben in Brooklyn vor. 1999 hatte er mit der Teenie-Komödie "10 Dinge, die ich an Dir hasse" Erfolg, lehnte ähnliche Rollen dann aber konsequent ab und wandte sich mehr und mehr ernsten und düsteren Rollen zu. Im Film "Candy" von 2006 spielte er sehr realistisch einen heroinabhängigen Schriftsteller, in "I'm Not There" verkörpert er ebenso wie Blanchett, Richard Gere und andere Bob Dylan. In dem Interview "The New York Times" sagte Ledger, dass der Dylan-Film sehr stressig für ihn gewesen sei.

DPA/AP / AP / DPA