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Rassismus-Vorwürfe Wegen Streit um Meghan: Sharon Osbourne verliert TV-Job

Meghan, Sharon osbourne
Ein Streit um Herzogin Meghan sorgte für die Kündigung von Sharon Osbourne
© Picture Alliance
Sharon Osbourne ist ihren Moderations-Job in der US-TV-Show "The Talk" los. Die Britin wurde gefeuert, nachdem sie ihren Kumpel Piers Morgan und dessen Aussagen über Herzogin Meghan verteidigte. Der Streit brachte Rassismus-Vorwürfe ans Licht.

Das Oprah-Interview von Herzogin Meghan und Prinz Harry zieht weiter Kreise: Nun ist Sharon Osbourne ihren Moderationsjob bei der amerikanischen Talkshow "The Talk" los. Dort waren Anfang März die Enthüllungen von Meghan über den britischen Palast Thema. Unter anderem hatte die Frau von Prinz Harry davon berichtet, dass es im Königshaus Gespräche darüber gab, wie dunkel die Haut ihres Babys sein würde. Und sie erzählte, dass sie aufgrund der negativen Presse Suizidgedanken hatte. In Großbritannien sorgte das Interview für viel Aufsehen, der Autor und Moderator Piers Morgan, bekannt für sexistische Kommentare und viele Hetz-Artikel gegen die Royals, bezichtigte Meghan danach der Lüge. Als er Gegenwind bekam, kündigte er sogar seinen TV-Job. Und genau das wurde jetzt Sharon Osbourne zum Verhängnis.

Die Britin ist mit Morgan befreundet und verteidigte ihn bei "The Talk". "Was soll er Rassistisches gesagt haben? Erklär es mir!", forderte sie ihre schwarze Kollegin Sheryl Underwood auf, die Morgans Verhalten als rassistisch verurteilte. Der Streit eskalierte, beide Frauen brachen in Tränen aus und Osbourne geriet in die Verteidigungshaltung, betonte, nicht rassistisch zu sein. Zahlreiche Zuschauer waren empört, das Ganze hatte ein Nachspiel.

Der Sender distanziert sich von Sharon Osbourne

Erst sollte Osbourne nur zwei Wochen pausieren, jetzt wurde sie doch gefeuert. In einem offiziellen Statement ist zwar die Rede davon, dass die 68-Jährige sich entschieden habe zu gehen, doch der Sender CBS distanziert sich deutlich von ihr. "Die Ereignisse in der Sendung vom 10. März waren für alle Beteiligten unangenehm, auch für die Zuschauer zuhause. In einer Untersuchung haben wir festgestellt, dass das Verhalten von Sharon gegenüber ihren Kollegen am 10. März nicht unseren Werten für Respekt am Arbeitsplatz entspricht.", teilte CBS mit.

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Schwerwiegender als die Sendung Anfang März dürften jedoch die weiteren Vorwürfe gegen Osbourne gewesen sein. Denn kurz nach dem Eklat hatten sich ehemalige Kollegeg:innen öffentlich dazu geäußert. Die Schauspielerin und Moderatorin Leah Remini erzählte, Osbourne habe zu ihr abfällige Bemerkungen über ihre italienisch-amerikanische Herkunft fallen lassen, sie habe außerdem eine asiatische Kollegin rassistisch beleidigt und über die ehemalige "The Talk"-Moderatorin Sara Gilbert homophob gesprochen. Die Afro-Amerikanerin Robinson Peete berichtete außerdem, Osbourne habe sie als "zu ghetto" beschimpft.

Bei CBS ist man nun bemüht, den Schaden in Grenzen zu halten. Nach dem Rauswurf von Osbourne hält die Redaktion und das Moderationsteam momentan Workshops zu den Themen Gleichberechtigung, Inklusion und Kulturbewusstsein ab. 

Quellen: "The Hollywood Reporter", "Insider"

sst

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