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Interview Toni Garrn: Deutschlands wahres Topmodel

Ganz ohne Casting-Show und Zickenterror hat die 16-jährige Toni Garrn das geschafft, wovon Millionen Mädchen träumen: Sie gilt als neues deutsches Supermodel. Im Interview mit stern.de berichtet die Hamburgerin von ihrer Arbeit für Designer Calvin Klein und wie sie Schule und Laufsteg unter einen Hut bekommt.

Frau Garrn, woher kommen Sie gerade?

Aus der Schule.

Wann waren Sie zum letzten Mal mehrere Wochen am Stück in Ihrer Heimatstadt Hamburg?

Täuschen sie sich nicht. Ich mache zwar viele tolle Jobs, aber übers Jahr gesehen verbringe ich deutlich mehr Zeit in Hamburg als auf Produktionen. Die dauern im Schnitt nur zwei bis drei Tage. Für eine Show auf dem Laufsteg war ich auch schon mal eine Woche in New York. Das war aber bisher das Maximum.

Sie gehen noch zur Schule. Wie lassen sich Laufsteg-Jobs und Foto-Shootings mit Ihrem Stundenplan vereinbaren?

Das geht schon. Man muss eben immer gut aufpassen, und meine Freunde halten mich stets auf dem Laufenden, wenn ich mal nicht am Unterricht teilnehmen kann.

Sie wurden im Sommer 2006 während der Fußball-WM beim Public Viewing entdeckt. Wie haben Sie reagiert, als Ihre heutige Modelagentin Sie damals ansprach?

Ich war sehr überrascht. Wenn meine Freundinnen mich nicht bestärkt hätten, wäre ich niemals zu dem Termin in der Modelagentur gegangen.

Was halten Ihre Eltern vom Modelberuf?

Sie finden es gut, dass ich die Chance genutzt habe und unterstützen mich voll und ganz.

Begleiten Ihre Eltern Sie auf Reisen oder bei Shootings?

Meine Mutter war bei den Shows in New York dabei. Allerdings mehr aus Interesse als aus Sorge um mich. Ansonsten bin ich meistens allein unterwegs. Meine Eltern wollen, dass ich früh selbständig werde.

Haben Sie vorher jemals daran gedacht, Model zu werden?

Nö !

Haben Sie sich vor Ihrem Beruf als Model für Mode und Designer interessiert?

Ehrlich gesagt habe ich mich mehr für die Schauspielerei begeistert. Da gibt es ja aber durchaus Parallelen zum Modeln.

Der Designer Calvin Klein hat sie zum Gesicht seiner neuen Frühjahr/Sommer-Kampagne gemacht. Sie treten damit in die Fußstapfen von Models wie Christy Turlington oder Kate Moss. Macht Sie das nervös?

Ja, schon. Allerdings nicht wegen meiner namenhaften Vorgängerinnen, sondern wegen des Jobs für Calvin Klein. Das ist schon ein dickes Ding. Immerhin zählt er zu den wichtigsten Designern unserer Zeit. So lange bin ich ja noch nicht im Modelgeschäft und dann bietet dir Calvin Klein plötzlich einen Exklusiv-Vertrag. Ich dachte, die müssen doch spinnen.

Gibt es Models, die Ihnen als Vorbild dienen?

Nein, nicht wirklich. Aber eine Frau, die ich immer bewundert habe, ist die amerikanische Schauspielerin Grace Kelly.

Welchen Beruf hätten Sie gewählt, wenn nicht das Modeln dazwischen gekommen wäre?

Keine Ahnung. Mit dieser Frage habe ich mich noch gar nicht beschäftigt, weil ich ja doch recht früh mit dem Modeln angefangen habe.

Welche Projekte stehen demnächst an?

Demnächst wird es einen Knaller geben. Darüber darf ich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nichts verraten. Aber Sie werden davon hören, versprochen.

Werden Sie in diesem Sommer Zeit haben, die Fußball-EM zu verfolgen?

Na klar! Ich bin bereit für meine Einwechslung (lacht).

Interview: Julia Mäurer