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Kim Kardashian bereichert sich an Charity-Auktion: Der Geizhals von Bel Air

Nur zehn Prozent spendete sie: Bei einer Ebay-Auktion für die Taifun-Opfer der Philippinen bereicherte Kim Kardashian sich selbst. Jetzt verteidigt sie sich - mit einer absurden Begründung.

Victoria Beckham räumte ihren kompletten Kleiderschrank leer. Selbst die Unterhosen ihres Mannes David waren nicht sicher. Zusammen mit dutzenden Kleidern, Schuhen und Anzügen landeten die Beckhamschen Altkleider in einer Verkaufsstelle des Roten Kreuzes in London. Der Erlös ging zu 100 Prozent an die Opfer des Taifuns auf den Philippinen. Geben ist seliger denn Nehmen, dachte sich auch Kim Kardashian. Allerdings war sie nicht ganz so uneigennützig wie Victoria Beckham.

Bei einer Ebay-Auktion Ende November versteigerte sie Designer-Kleider von sich. Edle Roben von Marc Jacobs, Chanel, Dolce & Gabbana und Prada standen zum Verkauf. "Ein Teil des Erlöses geht direkt an Gemeinden auf den Philippinen und soll helfen, die medizinische Versorgung von Überlebenden des Taifuns sicherzustellen", versprach Kardashian vollmundig.

Altkleider erzielten Höchstpreise

Die Auktion war ein voller Erfolg. Ihre alten Klamotten gingen zu Höchstpreisen weg. Doch offenbar hat Kim Kardashian ziemlich eigene Vorstellungen davon, was unter "Teil des Erlöses" zu verstehen ist. Wie die 33-Jährige inzwischen zugibt, spendete sie nur zehn Prozent der Einnahmen aus der Auktion.

Ein Sturm der Entrüstung auf sozialen Netzwerken brach über Kardashian herein. Auf Facebook und Twitter wurde sie als "habgierig" beschimpft. Kritiker warfen ihr vor, sich an der Wohltätigkeitsauktion bereichert zu haben. "Sie hat die Versteigerung schamlos ausgenutzt, um sich selbst in ein gutes Licht zu stellen", hieß es in vielen Kommentaren.

Wochenlang schwieg Kardashian zu den Vorwürfen. Doch am Dienstag hat sie sich erstmals dazu auf ihrem Blog geäußert. Unter der Übrschrift "Geben kommt von Herzen" verteidigt sich die 33-Jährige und sieht sich als Opfer einer Medienkampagne.

"Ich spende immer zehn Prozent."

"Über die Jahre habe ich mir ein dickes Fell zugelegt", schreibt Kardashian. Doch dafür kritisiert zu werden, dass sie anderen Leuten helfen wolle, "verletze" sie. "Mein Vater hat mir beigebracht wie wichtig es ist, zurück zu geben", führt die Soap-Darstellerin aus. "Ich veröffentliche nicht jede meiner Spenden an Wohltätigkeitsorganisationen in aller Welt." Sie spende nicht, um damit anzugeben, sondern "weil ich es für richtig halte".

Auch auf die Kritik am niedrigen Anteil von zehn Prozent des Auktionserlöses geht Kardashian ein. Kardashian behauptet, dass sie generell zehn Prozent aller ihrer Einnahmen an Hilfsbedürftige weitergibt - nicht nur bei ihren monatlichen Ebay-Auktionen. Ihre Begründung: "Egal was ich tue, ich spende immer zehn Prozent."

Kardashian bestreitet außerdem, dass 90 Prozent des Umsatzes der Charity-Versteigerung in ihre eigene Tasche gewandert seien. "Ich musste die Agentur bezahlen, die die Auktion für mich regelte, es fielen Gebühren für Paypal und Ebay an", rechnet die Millionärin vor. "Nur die Hälfte des Erlöses blieben als Gewinn", behauptet Kardashian. "Davon gebe ich zehn Prozent."

Ihre Kritiker wird sie mit ihrer absurden Begründung wohl kaum besänftigen können. Dass sie versucht, Hilfsbedürftige zu unterstützen, ist ihr hoch anzurechnen. Doch bei einer als "Charity-Auktion" deklarierten Versteigerung selbst mitzuverdienen, ist ungewöhnlich.

"Die Menschen auf den Philippinen brauchen jede Hilfe - egal wie groß oder klein", sagt die Millionärin. Das ist richtig. Doch hätten die Bieter auf Ebay vorher gewusst, dass ein Großteil ihres Geldes auf dem Bankkonto von Kardashian landet oder als Gebühren draufgeht, hätten sie wahrscheinlich nicht so fleißig geboten.

mai