HOME

Kinderstars gestern und heute: Das wurde aus Radcliffe, Spears und Co.

Erst kommt der Ruhm, dann der Absturz? Viele Kinderstars haben es später im Leben schwer. Ein Blick auf die Karrieren von Daniel Radcliffe, Britney Spears und Co.: Wer hat's trotzdem geschafft, wer nicht?

Christina Aguilera

Christina Aguilera gehört zu der Riege amerikanischer Kinderstars, die durch den "Mickey Mouse Club" bekannt wurden. Die TV-Sendung für Kinder entpuppte sich in den 90ern als wahre Talentschmiede. Mit 13 stieg Aguilera dort als Moderatorin ein, durfte singen, tanzen und schauspielern. Ihr richtiger Durchbruch als Sängerin kam 1999: Mit gerade einmal 19 Jahren und ihrem Hit "Genie in a Bottle" schaffte sie es weltweit an die Spitze der Charts. Mittlerweile hat Aguilera acht Alben veröffentlicht und fünf Grammy-Awards gewonnen. In den USA tritt sie außerdem regelmäßig als Jurorin bei "The Voice" auf.

Christina Aguilera gehört zu der Riege amerikanischer Kinderstars, die durch den "Mickey Mouse Club" bekannt wurden. Die TV-Sendung für Kinder entpuppte sich in den 90ern als wahre Talentschmiede. Mit 13 stieg Aguilera dort als Moderatorin ein, durfte singen, tanzen und schauspielern. Ihr richtiger Durchbruch als Sängerin kam 1999: Mit gerade einmal 19 Jahren und ihrem Hit "Genie in a Bottle" schaffte sie es weltweit an die Spitze der Charts. Mittlerweile hat Aguilera acht Alben veröffentlicht und fünf Grammy-Awards gewonnen. In den USA tritt sie außerdem regelmäßig als Jurorin bei "The Voice" auf.

Heute kennen wir nur den tätowierten Muskel-Bieber, aber lange Zeit war Justin Bieber der süße kleine Junge mit der Pilzkopf-Frisur, der so schön singen konnte. Im Alter von 13 Jahren wurde der Kanadier durch Youtube-Videos, die seine Mutter hochlud, entdeckt. Mit gerade einmal 15 ging's auf die erste Welttournee, danach gab's kein Halten mehr. Bieber wurde zur absoluten Teenie-Sensation. Doch das Aufwachsen im Rampenlicht hat Schattenseiten: Bieber kommt immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt, wurde betrunken am Steuer und beim Vandalismus erwischt. Ein Kind, das alles hatte, droht nun zu einem Erwachsenen zu werden, der die Kontrolle verliert.

Als kleines Mädchen wurde Drew Barrymore im Film "E.T." weltberühmt - sie war damals gerade einmal sieben Jahre alt. Barrymore stammt aus einer Schauspielfamilie, der Regisseur Steven Spielberg ist ihr Patenonkel, Sophia Loren ihre Patentante. Kein Wunder also, dass auch sie nach Hollywood-Rum strebte. Doch als Kinderstar hatte Barrymore keine Grenzen, mit neun war sie das erste Mal betrunken, mit zwölf Jahren nahm sie zum ersten Mal Koks. Mit 15 hatte sie bereits einen Selbstmordversuch und einen Drogenentzug hinter sich. Doch sie schaffte ein Comeback: Heute gilt sie als erfolgreiche Schauspielerin. Dass sie mit 40 schon zum dritten Mal verheiratet ist - eigentlich ziemlich harmlos im Hollywood-Zirkus.

Als Troy Bolton sang sich Zac Efron in den "High School Musical"-Filmen in die Herzen der Disney-Fans. Der Durchbruch für den damals 19-Jährigen, der zuvor bereits kleinere Rollen in amerikanischen TV-Rollen übernommen hatte. Leider trifft auch auf ihn das Klischee des Kinderstars zu: Mit Mitte 20 ließ sich Efron in eine Entzugsklinik einweisen und behandelte seine Alkoholsucht. Zum Glück erfolgreich: Seit 2013 soll er trocken sein.

Die Zwillinge Mary-Kate und Ashley Olsen sind das Paradebeispiel für Kinderstars. Schon als Babys traten sie in Werbefilmen auf, teilten sich dann jahrelang die Rolle der Michelle Tanner in der Sitcom "Full House". Im Teenageralter waren sie bereits ihre eigene Marke: Parfums, Puppen, Poster, Videospiele - alles gab es mit ihren Gesichtern zum Kaufen. Später zogen sie sich aus dem Film-Business zurück, wurden als Modedesigner erfolgreich. Heute ist ihre jüngere Schwester Elizabeth der Schauspielstar in der Familie.

Ja, auch Will Smith war ein Kinderstar: Im Alter von zwölf Jahren startete er seine Karriere als Rapper, gewann sogar einen Grammy. Doch Smith konnte nicht mit dem Erfolg umgehen: 1990 war der Musiker fast bankrott, weil er Steuern hinterzogen hatte und zurückzahlen musste. Die Rettung kam für ihn in Form seiner eigenen TV-Show: Als "Prinz von Bel Air" feierte er weltweit Erfolg, startete danach eine Kino-Karriere. 

"Hit Me Baby One More Time", sang die 18-jährige Britney Spears 1999 in ihrem ersten Musikvideo und tanzte Kaugummi kauend in Schuluniform durchs Klassenzimmer. Weltweit schoss das Album auf Platz 1 - doch Spears kam keineswegs aus dem Nichts. Auch sie war als Kind im amerikanischen "Mickey Mouse Club" aufgetreten, hatte zusammen mit Justin Timberlake und Christina Aguilera dort gesungen. Doch mit dem riesigen Erfolg als Solokünstlerin konnte keiner rechnen. Spears war jahrelang in den Charts vertreten, galt als Prinzessin des Pops. 2007 folgte der Absturz, wie bei vielen ehemaligen Kinderstars. Nach einer Scheidung schien Spears die Kontrolle über ihr Leben zu verlieren, musste in den Entzug, bekam sogar die Vormundschaft entzogen - und das Sorgerecht für ihre Söhne. Heute scheint sie sich gefangen zu haben: Ihre Show in Las Vegas ist ein Publikums-Magnet.

Alkoholprobleme machen auch vor Harry Potter nicht halt: Daniel Radcliffe wuchs als Zauberer in sieben Buch-Verfilmungen vor den Augen der Öffentlichkeit heran. Und eigentlich schien alles gut; Auch nach den Potter-Filmen konnte sich Radcliffe als Schauspieler behaupten. Umso mehr überraschte 2010 sein Geständnis, keinen Alkohol mehr zu trinken, weil er sich "zu stark darauf verlassen" habe.

Bevor Kristen Stewart mit "Twilight" zum Weltstar wurde, hatte sie bereits als Kind erste Rollen in Kinofilmen, beispielsweise neben Jodie Foster in "Panic Room". Kein Wunder: Stewart stammt aus einer Hollywood-Familie, ihre Mutter ist Drehbuchautorin, ihr Vater Produzent. Das Glamour-Leben langweilte sie jedoch. "Ich will, dass mir endlich mal was Verrücktes passiert, dass jemand mir übel mitspielt", sagte sie der "ELLE" 2012 - und betrog kurze Zeit später ihren Freund Robert Pattinson mit einem verheirateten Regisseur. Das sorgte für genug Drama, heute ist es ruhig um sie geworden.

In den 90ern flogen Justin Timberlake die Teenieherzen haufenweise zu. Mit 15 war er das jüngste Mitglied der Boyband N'Sync, doch er war bereits ein Profi. Auch er hatte einen Platz im "Mickey Mouse Club" ergattert, lernte dort auch Britney Spears kennen, mit der er später liiert war. Als Solokünstler wird Timberlake mittlerweile ernst genommen - und ist noch erfolgreicher als früher.


sst