Der renommierte iranische Filmemacher und zweifache Oscar-Preisträger Asghar Farhadi ruft Künstler weltweit dazu auf, ihre Stimme für den Iran zu erheben. "Die Infrastruktur gehört dem iranischen Volk, und ein Angriff auf sie ist ein Kriegsverbrechen", zitierte die Nachrichtenagentur Tasnim den 53-jährigen Filmemacher. Der von US-Präsident Donald Trump angedrohte Angriff auf die Infrastrukturanlagen des Landes müsse gestoppt werden.
Farhadi gilt als Kritiker des islamischen Systems im Iran und lebt und arbeitet daher auch im Ausland. "Aber ungeachtet jeder politischen Überzeugung und Einstellung sollten wir eine Stimme werden, um diesen unmenschlichen, illegalen und verheerenden Prozess zu stoppen", so der Filmemacher.
Trump hat Teheran zur Öffnung der für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtigen Straße von Hormus eine Frist gesetzt, die um 2.00 Uhr deutscher Zeit in der Nacht zum Mittwoch abläuft. "Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie wieder zurückzukehren", schrieb er auf der Plattform Truth Social. Er wolle nicht, dass das passiere, aber es werde wahrscheinlich dazu kommen. Zwar hatte Trump dieses Ultimatum bereits drei Mal verschoben, nun aber mit der Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke binnen weniger Stunden nach Ablauf seiner jüngsten Frist gedroht, sollte der Iran nicht einlenken.
Farhadi gilt als international erfolgreichster iranischer Filmemacher. Neben diversen Preisen bei Filmfestivals gewann er den Oscar 2012 mit dem Film "Nader und Simin – Eine Trennung" und dann wieder 2017 mit "The Salesman".