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Programm Filmfestival Cannes: Das Rennen um die Goldene Palme kann losgehen

Große Namen und keine Deutschen: Im Wettbewerb um die Goldene Palme sind vor allem französische Filme stark vertreten. Deutsche Beiträge schafften es nicht in die Vorauswahl.

Einen Monat vor Beginn des Filmfestivals von Cannes stehen die Wettbewerbsfilme fest: Ins Rennen um die Goldene Palme gehen 19 Filmemacher, unter ihnen Altmeister Roman Polanski, der US-Regisseur Steven Soderbergh und der Italiener Paolo Sorrentino. Kein deutscher Beitrag schaffte den Sprung in die Vorauswahl, die unter mehr als 1.700 Filmen getroffen wurde. Die Jury des offiziellen Wettbewerbs leitet nach Angaben der Veranstalter Hollywood-Erfolgsregisseur Steven Spielberg.

Frankreich ist mit insgesamt sechs Filmen besonders gut vertreten, darunter "La Vénus à la Fourrure" des polnisch-französischen Regisseurs Roman Polanski. Der 79-jährige Filmemacher wurde dazu von einem skandalumwitterten erotischen Roman des Österreichers Leopold Sacher-Masoch aus dem 19. Jahrhundert inspiriert. Der Franzose Arnaud Des Pallières präsentiert eine Verfilmung der Novelle "Michael Kohlhaas" von Heinrich von Kleist.

Steven Soderbergh zeigt "Behind the Candelabra", einen Film mit Michael Douglas und Matt Damon über den US-Musiker Liberace. Im Alter von 26 Jahren war Soderbergh 1989 mit "Sex, Lügen und Video" der damals jüngste Gewinner der begehrten Goldenen Palme. Paolo Sorrentino schickt seinen Streifen "The Great Beauty" ins Rennen, eine Parodie auf die römische Gesellschaft.

Nur ein Beitrag von weiblicher Regisseurin

Die amerikanischen Brüder Ethan und Joel Coen schildern in "Inside Llewyn Davis" das Leben eines Folksängers im New Yorker Greenwich Village der 60er Jahre. Der 41-jährige Iraner Asghar Farhadi zeigt in Cannes seinen sechsten Film: In "Le Passé" spielen die französischen Schaupieler Bérénice Béjo und Tahar Rahim ein Paar, das sich scheiden lassen will. Für seinen Erfolgsfilm "Eine Trennung" hatte Farhadi 2011 den Goldenen Bären und 2012 den Oscar für den besten fremdsprachigen Film erhalten.

Als einzige weibliche Regisseurin geht Valeria Bruni-Tedeschi ins Rennen, die ältere Schwester der ehemaligen französischen First Lady Carla Bruni-Sarkozy. Die 48-Jährige präsentiert das Familiendrama "Un château en Italie".

Stars an der Côte d'Azur

Eröffnet wird das 66. Filmfestival von Cannes am 15. Mai mit "The Great Gatsby". Der australische Regisseur Baz Luhrmann hat den Roman des US-Autors Scott Fitzgerald mit Kinostar Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle verfilmt. Aus der Reihe der Schauspielstars werden unter anderen DiCaprio, Marion Cotillard, Robert Redford und Michael Douglas auf der berühmten Treppe des Filmpalastes von Cannes erwartet.

Eine besondere Ehre erweisen die Veranstalter dem 87 Jahre alten US-Komödianten Jerry Lewis. Sein neuester Streifen "Max Rose" soll gezeigt werden, der die Geschichte eines alten Mannes erzählt, der trotz des Todes seiner Frau wieder Lust am Leben bekommt. Zu der Vorführung wird Jerry Lewis in Cannes erwartet. Am 26. Mai findet die Preisvergabe statt.

juho/DPA/AFP / DPA