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Leonard Nimoy: Lieber nackte Frauen statt "Mr. Spock"

Als "Mr. Spock" wird Leonard Nimoy in Erinnerung bleiben. Doch seine Leidenschaft galt nicht dem "Raumschiff Enterprise", sondern der Aktfotografie von Frauen. Je dicker, desto besser.

Von Andreas Renner, Los Angeles

Dicke Mädchen haben nicht nur schöne Namen, sie waren das Lieblingsmotiv auf den Fotografien von Leonard Nimoy.

Dicke Mädchen haben nicht nur schöne Namen, sie waren das Lieblingsmotiv auf den Fotografien von Leonard Nimoy.

Zweimal durfte ich Leonard Nimoy in seinem Haus im schicken Promi-Wohnviertel Bel Air zum Interview besuchen, auch für den stern. Nimoys wichtigste Bedingung: "Wir sprechen aber nicht über 'Raumschiff Enterprise'." Fast schien es, als habe der studierte Schauspieler eine Art Hassliebe entwickelt gegenüber jener Serie, die ihn für den Rest seines Lebens berühmt machte. Leonard Nimoy wurde am Sonntag um 9 Uhr Ortszeit in Los Angeles im engsten Familienkreis beigesetzt. Der 83-jährige Schauspieler ging, wie er zeitlebens gelebt hatte: ohne großes Aufsehen. Dass er vermutlich auch noch Jahre nach seinem Tod eine Ikone bleiben wird für die unermüdliche "Star Trek"-Fangemeinde aus aller Welt, dass würde Nimoy höchstens mit einem kurzen Schulterzucken zur Kenntnis nehmen. So, wie er dem ganzen Zirkus um seine Paraderolle des Vulkaniers Mr. Spock in der 60er-Jahre Fernsehserie "Raumschiff Enterprise" und damit um die eigene Person zeitlebens eher ungläubig gegenüber stand. Viel lieber wäre es ihm gewesen, die Welt würde sich an den Kunstfotografen Leonard Nimoy erinnern.

Nimoys wahre Liebe galt der Fotografie

Gerade mal 79 Folgen von "Raumschiff Enterprise" brauchte es zwischen 1966 und 1969, um Nimoy als "Mr. Spock" in der Serie unsterblich werden zu lassen. Kaum jemand wird wohl eine der 133 anderen Film- und Fernsehrollen aufzählen können, in denen Nimoy mitwirkte. Das frustrierte ihn. Er war gebrandmarkt, die Rolle des Mr. Spock hing ihm wie eine schwere Last um den Hals, die er bis zuletzt nicht abschütteln konnte. Irgendwann hatte er es aufgegeben, sich zu wehren und sich einfach damit arrangiert. Weil man ihn in Hollywood offenbar ohnehin nicht in anderen Rollen sehen wollte, als in der des Vulkaniers mit den spitzen Ohren, suchte sich Nimoy kurzerhand eine neue Leidenschaft: die Fotografie. Sie blieb bis zum Schluss seine große künstlerische Liebe.

Der Fotoapparat gab ihm, was man ihm in Hollywood aufgrund des markanten Spock-Stempels auf der Stirn nicht mehr geben konnte: künstlerische Freiheit und Unabhängigkeit. "Wenn ich etwas ausdrücken will, dann nehme ich einfach die Kamera in die Hand und knipse was ich will. Ich muss niemanden um Geld anbetteln, brauche kein Team und auch keine Drehbücher. Ich tue es einfach", erklärte Nimoy in einem unserer Gespräche seine Faszination am Fotografieren. Mit seiner alten Hasselblad-Kamera fing er alles ein, was ihm vor der Linse kam: Landschaften, Stillleben und sogar Hühnereier. Doch schon bald fand der Darsteller des einstmals sexlosen Mr. Spock ein neues Lieblingsmotiv: Den weiblichen Körper. "Nackte Frauen dienten selbst in der Antike schon als Kunstobjekt. Ich liebe Frauen, die Rundungen eines weiblichen Körpers sind einfach phantastisch. Nackte Frauen bieten so viele kreative Ansätze für einen Fotografen - sie sind ein kreatives Wunderland."

Für seine nackten Frauen erhielt Nimoy Morddrohungen

Leonard Nimoy wäre nicht Leonrad Nimoy gewesen, hätte er mit seiner Kunst nicht auch etwas provozieren wollen. Er war durchaus ein launischer und streitbarer Zeitgenosse, kritische Fragen mochte er ebenso wenig wie solche nach dem guten alten "Mr. Spock". Als ihm nach Erscheinen seines ersten Fotobandes "Shekina" im Jahr 2002 sogar Morddrohungen von wütenden Extremisten ins Haus flatterten, weil er mit seinen Aufnahmen von nackten und halbnackten Frauen Sexualität und Religion vermischte und sogar eine Frau als Gott darstellte, raunzte er: "Mir ist egal, was die Leute denken. Ich würde mir eine Frau als Gott wünschen, denn ich mag Frauen lieber als Männer." Für sein nächstes Werk "Full Body Project" holte er sich dann ausschließlich fettleibige Frauen ins Studio, sein persönlicher Seitenhieb gegen eine Hollywood-Industrie, die vom Schlankheitswahn besessen ist.

"Ich mache Frauen mit meinen Fotos nicht zu Objekten, erniedrige sie nicht wie manche Magazine das tun. Für mich sind diese Frauen keine Objekte der Lust oder der Sexualität. Es sind Menschen aus Fleisch und Blut, die sich wohl fühlen in ihrer Haut". Kritiker, die ihm eine Verherrlichung von Fettleibigkeit vorwarfen, kanzelte er in gewohnt mürrischer Nimoy-Manier ab: "Übergewichtige leben oft gesünder und länger als Dünne." So war sie eben, die Nimoy'sche Logik: Selbstbewusst, unbeirrbar und dennoch irgendwie charmant.

Leonard Nimoy (l.) und stern-Autor Andreas Renner

Leonard Nimoy (l.) und stern-Autor Andreas Renner

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
  • Andreas Renner