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Shitstorm nach Fehlgeburt: Beschuldigungen für Tod ihres Sohnes: Lily Allen verlässt Twitter

Nachdem Lily Allen auf Twitter zugegeben hat, nach der Totgeburt ihres Sohnes 2010 an einer posttraumatischen Belastungsstörung gelitten zu haben, wurde sie brutal beschimpft. Jetzt zog die Sängerin Konsequenzen.

Lily Allen

Nachdem sie von ihren Twitter-Followern für den Tod ihres Sohnes verantwortlich gemacht wurde, kündigte Lily Allen eine Twitter-Pause an. 

Als Lily Allen im Oktober 2010 im sechsten Monat schwanger mit Blutungen in ein Londoner Krankenhaus eingeliefert wurde, musste sie ihr Kind drei Monate zu früh auf die Welt bringen. Der Junge, der später von Allen William genannt wurde, starb noch während des Geburtsvorgangs und wurde still geboren. Die Totgeburt ihres Sohnes belastete die Sängerin so sehr, dass sie anschließend wegen einer posttraumatischen Belastungsstörung, kurz PTBS, behandelt werden musste. Wie das Musikmagazin "Rolling Stone" berichtet, sprach die Sängerin vor wenigen Tagen erstmals auf Twitter über ihre Erkrankung. Doch statt der Britin Verständnis entgegen zu bringen, wurde Allen von ihren Followern beschimpft.

Ist Lily Allens Drogensucht Schuld am Tod ihres Sohnes?

"Wenn Du deinen Körper nicht mit Drogen vollgepumpt hättest, dann hätte es auch keine Fehlgeburt gegeben“, zitiert das "Rolling Stone"-Magazin einen Twitter-User. Allen soll seit Jahren mit Drogen experimentieren, verbrachte nach eigenen Angaben die Zeit zwischen ihrem 16. und ihrem 19. Lebensjahr regelmäßig im Cannabis-Rausch. Schuld an ihrer Fehlgeburt soll Allens Liebe zu Rauschmitteln aber nicht sein: Die Sängerin hatte kurz vor der Fehlgeburt mit einer Virus-Infektion zu kämpfen, die die Blutungen ausgelöst haben soll. Kurz nach der Stillgeburt ihres Sohnes musste die 31-Jährige deshalb auch wegen einer Blutvergiftung behandelt werden.

"Ich kann dir ja meine Arztberichte zeigen - dann stehst du wie ein Arsch da", versuchte sich Allen zunächst zu verteidigen - dann zog sie die Reißleine und kündigte eine Pause von der Social-Media-Plattform an. Vor ihrem Abschied schrieb Allen noch: "Meine Timeline ist voll mit lächerlichem, misogynem, rassistischem Scheiß. Wirklich, so schlimm war es noch nie. Aber ich komme wieder.“ Während Allens Twitter-Auszeit übernimmt ein Freund namens Dennis den Account der BRIT-Award-Gewinnerin. Dieser kündigte an, auf der Seite keine weiteren Hassnachrichten zu dulden. 

Die Fehlgeburt ihres Sohnes William war für Allen bereits die zweite: Schon 2008 hatte sie im Frühstadium der Schwangerschaft ein Kind verloren. Ende 2011 brachte Allen schließlich eine gesunde Tochter auf die Welt, Anfang 2013 folgte eine weitere - den Verlust ihres Sohnes hat die Sängerin jedoch bis heute nicht verkraftet: "Ich trauere immer noch um meinen kleinen Jungen", sagte sie erst im vergangenen Jahr in einem Interview.

lis