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Memoiren: Moss und Doherty verewigen ihre Eskapaden

Das einstige Liebespärchen, bekannt für Drogenskandale, stand oft in den Negativ-Schlagzeilen, doch nur Kate Moss schaffte den Absprung. Nun beabsichtigt das Supermodel seine Memoiren zu veröffentlichen - zeitgleich mit ihrem Ex-Freund Pete Doherty.

Im letzten Sommer galten die beiden Stars als Londons wildestes Liebespaar. Nun denken beide an Memoiren. Die dürften sehr verschieden ausfallen: Die Karrieren von Supermodel Kate Moss (32) und Skandalrocker Pete Doherty (27) erinnern derzeit an zwei Daumen, von denen einer nach oben und der andere nach unten zeigt.

Sie arbeitet für das Comeback, er wählt den Absturz

Während Moss inzwischen als Spitzenmodel bei Labels wie Burberry oder Calvin Klein rehabilitiert ist und sich nun sogar einer Psychotherapie gegen ihre Vorliebe für "wilde Party-Jungs" unterziehen will, macht ihr Ex weiter Negativ-Schlagzeilen: "Doherty fiel von der Bühne", "Skandalrocker mit Spritze auf easyJet- Toilette", "Drogentest bei Doherty positiv" - so nur einige Beispiele der letzten Tage.

Scheinbar unaufhaltsam rast der Frontman der Babyshambles, den nicht wenige trotz seiner Exzesse für einen der begabtesten Rockmusiker Europas halten, auf dem Seitenstreifen des Lebens voran - vorbei an Wegweisern mit Aufschriften wie "Schlimmes Ende" und "Abgrund".

Ganz anders die Meldungen über die schlanke blonde Schönheit, die einst seine Geliebte war und dem Rocker noch vor wenigen Monaten in die Augen blickte, als könne es nie einen anderen Mann in ihrem Leben geben: "Comeback für Kate", "Trotz Kokain-Fotos kein Prozess", "Moss wieder Frontpage-Babe".

"Kokain-Kate" und "Drogen-Doherty" waren einst ein beliebtes Paar

Einst waren Kate und Pete Londons begehrteste Party-Gäste - bis im September die Boulevardzeitung "Daily Mirror" eine Paparazzo-Bombe hochgehen ließ: Das Supermodel und die weißen Linien, die es sich in die Nase zog, waren auf den Fotos unverkennbar. "Kokain-Kate" wurde die Laufstegschönheit abfällig genannt. Auch die Drogensucht von Pete wurde überall breitgetreten.

Doch während Doherty nun erst recht Gas zu geben schien, stieg Moss voll in die Bremse. Sie entschuldigte sich öffentlich, gab die Trennung von "Drogen-Doherty" bekannt, machte eine Entziehungskur - und ließ ihre guten Beziehungen spielen.

Schon im Dezember wurde ihr Comeback eingeleitet. In einem Handy-Werbespot konnte sie als große Verführerin erscheinen. Dafür hatte ihr alter Gönner, der Multimillionär Richard Branson, sie engagiert. Der Spot wurde zum Kult und Zeitungen sprachen vom "schönsten Comeback des Jahres". Beruflich hat sie das nun mit der Rückkehr zur Edelmarke Burberry perfekt gemacht.

Einzig Kate Moss zeigt eisernen Willen

Neben einem eisernen Willen zum Erfolg hatte das hübsche Mädchen aus dem Provinznest Croyden, das als 14-Jährige von der Modelagentur-Chefin Sarah Doukas auf dem New Yorker Kennedy-Airport entdeckt worden war, auch Glück im Unglück: Die Drogenfahnder konnten ihr nicht beweisen, dass das weiße Pulver, das sie auf den "Mirror"-Bildern einsog, etwas anderes als Mehl war. Das Verfahren wurde eingestellt.

Anders als Moss scheint Doherty einfach nicht aus den Negativ-Schlagzeilen heraus zu kommen. Fans der Babyshambles würden sich wundern, wenn der kürzliche Vollrausch-Bühnensturz in Schweden seine letzte traurige Eskapade gewesen sein sollte.

Gleich mehrere Drogenverfahren sind gegen Doherty anhängig. Und wenn er weiter gegen Bewährungsauflagen verstößt, könnte es passieren, dass er das Buch über sein noch nicht mal 30-jähriges Leben hinter Gittern schreiben muss. Das Hauptthema, ließ Doherty wissen, soll seine unerfüllte Liebe zu Kate Moss sein.

DPA / DPA