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Miss World 2004: Wer die Wahl hat, hat die Qual

120 Frauen und eine sieht besser aus als die andere: Bei der "Miss World"-Wahl 2004 hat nicht nur die Jury die Qual der Wahl, sondern erstmals auch Onliner-User. Sie entscheiden mit, wer die schönste Frau der Welt wird.

Hunderte Schönheiten fiebern dem Termin Jahr für Jahr hoffnungsvoll entgegen: Am 4. Dezember haben auf der chinesischen Insel Sanya wieder 120 Missen die Chance, zur schönsten Frau der Welt gekürt zu werden.

Die Miss World-Wahlen sind der Höhepunkt für die Gewinnerinnen der jeweiligen nationalen Schönheitswettbewerbe. Für Deutschland wird Miss Germany 2004, Claudia Hein, an der Schönheitskonkurrenz teilnehmen. Die 25-jährige Kölnerin hat gute Chancen in die Fußstapfen von Petra Schürmann zu treten, die als einzige Deutsche den Titel 1956 gewann.

Strenges Reglement

Gewählt wird nach einem strengen System: Um zu gewinnen muss eine Kandidatin die meisten Punkte in einem Interview mit den Preisrichtern und bei einem vorher gefilmten Auftritt im Badeanzug erreichen. Hinzu kommen die Stimmen von Zuschauern, die während der Sendung per Telefon abstimmen. Erstmals besteht auch die Möglichkeit sich im Internet am Vote zu beteiligen. Seit Ende November sind Online-Nutzer aufgerufen, unter www.missworld.tv ihre Stimme abzugeben. Die Wertung der Zuschauer wird in der Gesamtwertung berücksichtigt und kann die ausschlaggebenden Punkte zum Sieg bringen.

Der glanzvoller Titel beim ältesten Schönheitswettbewerb der Welt bedeutet nicht nur Ruhm, sondern auch finanzielle Unabhängigkeit. Der Gewinnerin winkt ein Preisgeld von 225.000 Dollar. Weltweit fühlen sich jährlich auch rund 2,5 Milliarden TV-Zuschauer von dem Spektakel angezogen, dessen Geschichte 1951 begann.

Miss Wahlen seit 1951

Die Misswahlen wurden von dem britischen Spielhallen-Manager Eric Morley gegründet, der im Jahr des "Festivals of Britain" an eine einmalige Veranstaltung dachte. Der Erfolg machte die Miss World-Wahl zur Dauerinstitution. Damals betrug das Preisgeld knapp 1000 Pfund und die Kandidatinnen erschienen nicht mal im Badeanzug.